12.12.2022

Rabeas Blog: Reisetipps & Sonstiges

Rabea hat die freie Zeit während ihres Auslandssemesters an der University of Technology Sydney (UTS) optimal genutzt und viele tolle Tagesausflüge und Kurztrips unternommen. In diesem Blogbeitrag erzählt sie von ihren Highlights an der Ostküste Australiens von Sydney bis Melbourne, Tasmanien und natürlich darf auch der Ayers Rock in ihrem Bericht nicht fehlen.

Reisetipps & Sonstiges

Ein Auslandssemester in Australien hat sehr viel zu bieten und man kann sich auf viele großarti-ge Reisen freuen. Sydney bietet den perfekten Startpunkt für viele Tagesausflüge. Das waren meine bisher schönsten Kurztrips während des Semesters:
 

Coogee to Bondi Walk

Der Küstenspaziergang führt 6 Kilometer entlang der Küste von Coogee Beach nach Bondi Beach. Entlang des Walks hat man immer wieder wunderschöne Aussichten auf die Strände, Parks und Buchten. Von Coogee Beach aus kommt man am Gordon’s Bay, Clovelly Beach, Bronte Beach und Tamarama Beach vorbei, bevor man sein Ziel am Bondi Beach erreicht. Ich kann euch sehr empfehlen, diesen Spaziergang nicht am Wochenende, sondern unter der Woche zu machen. Der Walk ist sehr beliebt und am Wochenende kann es schon mal sein, dass man sich durch eine große Menschenmenge quetschen muss. Ihr könnt den Walk natürlich auch in Bondi Beach starten. Allerdings hat es uns persönlich besser gefallen, am Bondi Beach zu enden und uns dort nach dem Walk an den Strand zu legen und anschließen etwas leckeres Essen zu gehen.

Bondi BeachBondi Beach Iceberg's

 

Palm Beach

Ein weiterer wunderschöner Tagestrip ist von Sydney über Manly nach Palm Beach. Die Tour starten vom Circular Quay mit der wohl schönsten Fährenfahrt nach Manly. Man bekommt einen großartigen Blick auf das Opernhaus und die Skyline. Nach 30 Minuten auf der Fähre steigt man in Manly in den Bus ein, der einen in 1 ½ Stunden direkt nach Palm Beach bringt. Der Strand ist wohl einer der berühmtesten und schönsten der nördlichen Strände und es lohnt sich definitiv hier einen Strandspaziergang zu machen. Außerdem erwartet euch eine phänomenale Aussicht vom Leuchtturm. Hierfür muss man nur eine kurze (aber steile) Wanderung zum Barrenjoey Lighthouse machen. Gerade im Sommer kommt man bei den heißen Temperaturen schnell außer Atem – aber es lohnt sich! Oben angekommen kann man die Aussicht über Palm Beach bestaunen und hat im Winter eventuell das Glück auch einige Wale im Meer zu sehen. Auf dem Rückweg sollte man wieder einen Zwischenstop in Manly machen und mit der Fähre zum Sonnenuntergang zurück zum Circular Quay zu fahren. Die Sonne geht hinter der Harbour Bridge bzw. dem Opernhaus unter, wodurch man auf der Fähre Richtung Circular Quay den wohl schönsten Spot zum Sonnenuntergang hat.

Aussicht auf Palm Beach vom Leuchtturm

 

Blue Mountains

Die Blue Mountains eignen sich besonders gut für einen Tagesausflug von Sydney. Innerhalb von zwei Stunden ist man in den Bergen und kann am Wochenende sogar für A$8.50 hin und zurück fahren. Die Three Sisters sind wohl die bekannteste Felsformation inmitten der Blue Mountains und Ausgangspunkt für viele großartige Wanderrouten. Da leider aufgrund starker Regenfälle viele der Wanderrouten gesperrt sind, mussten wir leider einige Abstriche bei unserer geplanten Wanderung machen. Trotz dessen konnten wir zu einen der vielen Wasserfälle wandern, den Katoomba Falls, und auf der Wanderung wunderschöne Aussichten auf die Landschaft genießen.

Katoomba Falls, Blue MountainsThe Three Sisters, Blue Mountains


Während des Semesters hat man zwei Wochen Study Vacation, in der man auch einige längere Reisen machen kann. Ich habe in den beiden einwöchigen Semesterferien allerdings gearbeitet, um etwas Geld für meine bevorstehenden Reisen nach dem Semester anzusparen. Ebenfalls muss man damit rechnen, dass die Preise für Flüge und Reisen während der Study Vacations etwas höher sind, da die Nachfrage während dieser Zeit höher ist als während des Semesters. Möchtet ihr allerdings gerne die Zeit zum Reisen nutzen, so habe ich hier einige Reisen, die mir besonders gut gefallen haben:
 

Uluru / Ayers Rock

Mit Mulgas Adventures haben wir eine 4 Tage 3 Nächte Rock to Rock Campingtour im australischen Outback gemacht. Das war die beste Campingtour, die ich bis dato gemacht habe, da man dort in einer kleinen Gruppe (ca. 15-20 Leute) durch das Outback reist und unter dem Sternenhimmel schläft. Am ersten Tag haben wir mehr über die Flora, Fauna und Kultur der Aborigines im Red Centre erfahren und sind gemeinsam um den Uluru gelaufen. Die Aussicht auf den Uluru war sehr atemberaubend und unser Tourguide hat uns ebenfalls einige der heiligen Orte gezeigt und erklärt, warum man seit einigen Jahren nicht mehr auf den Uluru klettern darf. Abends haben wir den Sonnenuntergang am Uluru angesehen und danach zusammen im Camp gekocht. Der zweite Tag startete mit einem wunderschönen Sonnenaufgang beim Uluru. Im Anschluss sind wir am Kata Tjuta durch das Valley of the Winds gewandert. Gegen 9 Uhr morgens waren wir mit unserer Wanderung durch und man kann es sich kaum vorstellen, aber es hat sich angefühlt, als wäre der halbe Tag schon vorbei. Nach der Wanderung stand eine vierstündige Fahrt zur Kings Creek Station an. Dieses Camp hat uns sehr gut gefallen, da es sehr authentisch war und wir ein richtig schönes Outback BBQ Abendessen ums Lagerfeuer gemacht haben. Dort haben wir uns gegenseitig Geschichten erzählt und den Sternenhimmel angeguckt. Der Sternenhimmel im Outback ist unvergleichlich und man muss es einfach einmal gesehen haben. Wir hatten keine Lichtquellen um uns herum und konnten somit sogar die Milchstraße erkennen. Natürlich sieht man auch viele Sternschnuppen und ab und an hört man die Dingos in der Ferne. Am dritten Tag haben wir eine Wanderung auf den Kings Canyon gemacht, was auch die Schönste aller Wanderungen war. Die Wanderung war anfangs sehr steil, aber es hat sich für den Ausblick über das Outback gelohnt. Ich kann euch nur empfehlen, solltet ihr diesen Trip machen, dann entscheidet auch für die etwas anstrengendere Route. Es lohnt sich!

Sonnenuntergang am Uluru


Der vierte Tag war dann leider schon die Abreise. Generell haben die Tage sehr früh bei uns gestartet und wir waren spätestens um 4 Uhr morgens wach. Dies lag daran, dass wir möglichst früh die Wanderungen starten wollten, da es ab ca. 9 Uhr sehr heiß wurde. Während unserer Reise Ende November hatten wir ca. 33°C tagsüber, und angenehme 20°C in der Nacht. Das war noch auszuhalten, allerdings wurden viele Wanderwege ab 36°C gesperrt. Ein Trip zum Uluru lohnt sich daher definitiv bevor der Sommer startet.


Melbourne und Great Ocean Road

Melbourne ist definitiv die hippste Stadt in Australien und vereint Großstadt-Feeling und Beach-Vibes. Für Melbourne und die Great Ocean Road sollte man mindestens eine Woche ein-planen, um wirklich alle Highlights sehen zu können! Wir haben in Melbourne gestartet und uns einige Tage die Stadt angesehen. Das Stadtbild von Melbourne ist sehr besonders. Zwischen den ganzen Wolkenkratzern konnte man immer wieder historische Gebäude erkennen. Im Zentrum von Melbourne (CBD) ist sehr viel los. Hier sollte man definitiv einen Spaziergang durch die ganzen kleinen Gässchen machen, da man überall wunderschöne Street Art bestaunen kann. Der botanische Garten ist ebenfalls ein Besuch wert und man kann viele Pflanzen und auch ei-nige Tiere bestaunen. Von Melbourne aus haben wir unseren Roadtrip an der Great Ocean Road gestartet und sind über Torquay am Meer entlang nach Apollo Bay gefahren. Apollo Bay hat uns besonders gut gefallen, da in der Küstenstadt besonders viel los war und der Strand zum Schwimmen eingeladen hat. Von Apollo Bay fährt man dann größtenteils durch den Great Otway National Park zu den Twelve Apostles. Hier lohnt sich ein Stop im Nationalpark und ein Be-such beim Cape Otway Lighthouse. Uns hat der Maits Rest Rainforest Walk auch gut gefallen und falls man Zeit hat, sollte man definitiv auch eine Wanderung zu den Triplet Falls machen. Für unsere Reise entlang der Great Ocean Road bis zu den Twelve Apostels haben wir uns einen Camper geholt. Eigentlich hatten wir die Hoffnung spontan schöne Stellplätze für die Nacht zu finden, allerdings war überall das Campen verboten. Daher mussten wir für die fünf Tage, die wir unterwegs waren jede Nacht einen neuen Stellplatz auf einem Campingplatz organisieren. Der schönste Stellplatz war im Bimbi Park. Dort waren wir inmitten der Natur und konnten sogar mehrere Koalas in den Bäumen direkt neben unserem Auto finden.

Mit dem Camper an der Great Ocean RoadTwelve Apostles

 

Tasmanien

Tasmanien war einer der außergewöhnlichsten Reisen. Wir hatten uns für einen Roadtrip über die gesamte Insel entschieden mit Start- und Endpunkt in Hobart. Die Hauptstadt Hobart bietet den Ausgangspunkt für viele schöne Tagesausflüge. Bruny Island war hierbei mein Favorit, da dort auf der Insel auch die Albino Kängaroos zu sehen sind. Wir hatten Glück und konnten tatsächlich eines aus der Ferne sehen. Von Hobart aus sind wir durchs Landesinnere nach Strahan an die Westküste gefahren und dann weiter zum Cradle Mountain Nationalpark. Wenn ihr Glück habt seht ihr sogar einige Wombats umherlaufen. Die Wanderung war eine der schönsten, die ich bisher gemacht habe und ist definitiv empfehlenswert. Nach Zwischenstopp in Launceston sind wir weiter in Richtung Ostküste gefahren. Leider hatten wir an der Ostküste kein gutes Wetter und es hat durchgehend geregnet. Generell ist das Wetter in Tasmanien sehr durchwachsen und ändert sich ständig. Ihr solltet daher auf alles vorbereitet sein und regenfeste Sachen dabei haben. Die Natur in Tasmanien ist wirklich einzigartig. Neben wunderschönen Stränden und ellenlangen Küsten hat man viel Gebirge und Regenwald im Landesinneren. Mir hat diese abwechslungsreiche Landschaft besonders gut gefallen und allein die Fahrt durch Tasmanien war schon ein Highlight.

Cradle Mountain, TasmanienRoadtrip zur Westküste


Für mich stehen noch einige Reisen an, bevor ich nach Deutschland zurückfliege. Die Reise, auf welche ich mich am meisten freue, wird der Roadtrip entlang der Westküste von Australien sein. Dafür möchte ich mir allerdings etwas mehr Zeit lassen, daher plane ich diesen nach meinem Auslandssemester im Januar oder Februar. Davor steht noch eine Reise von Sydney nach Cairns auf dem Plan, auf die ich mich auch sehr freue. Ein Tipp, der euch vielleicht helfen könnte: Bucht eure Flüge, Touren, Hostels oder Camper rechtzeitig. Es kann sein, dass die Preise sonst ziemlich in die Höhe schießen oder die Hostels, Touren und Camper bereits ausgebucht sind. Insbesondere für Reisen während der Study Vacations und nach dem Semester solltet ihr möglichst früh mit der Planung beginnen. So könnt ihr sicherstellen, dass auch alles so funktioniert, wie ihr euch es vorstellt. Ansonsten: Genießt eure Reisen! Australien hat so viele wunderschöne und einzigartige Ecken. Egal, wo es euch zum Reisen hin treibt, euer Auslandssemester in Australien wird definitiv das beste Semester eures Studiums. 😊