11.11.2022

Markus Blog: Studium an der University of Queensland

Markus studiert für ein Semester in Brisbane an der University of Queensland (UQ). In diesem Blogbeitrag erfährst du mehr über seinen Studienalltag an der University of Queensland.

🦘 Auslandssemester an der UQ

Hallo zusammen! In meinem letzten Blogbeitrag habe ich euch von meiner Lebenssituation in Brisbane erzählt. In diesem Blog berichte ich über meinem Studienalltag und dem St. Lucia Campus der University of Queensland. Da ich mich jetzt schon am Ende meines Semesters befinde und noch eine Abgabe vor mir habe, habe ich mittlerweile genügend Zeit in Vorlesungssälen verbracht und Schritte über den Campus gemacht, um euch ausführlich von meinen Erfahrungen zu berichten.

Die University of Queensland hat mehrere Campus, wobei die zwei Größten, der St. Lucia Campus und der Herston Campus sind. Den Herston Campus habe ich mir einmal angeguckt, als ich eine Fahrradtour durch die Stadt gemacht habe, und kann von dem Eindruck schon sagen, dass der St. Lucia Campus diesen allemal übertrifft. Der St. Lucia Campus wurde nach dem Stadtteil benannt, in dem er sich befindet und streckt sich auch über die Hälfte dieses Stadtteils. Der Größe nach ist auf dem Campus auch alles zu finden, was der typische Student braucht: Mehrere Bibliotheken mit modern eingerichteten Lernplätzen, unzählige Cafés und Restaurants, eine riesige Grasfläche in der Mitte des Campus zum Treffen und Entspannen, ein Fitnessstudio, Sportplätze, ein Schwimmbad, Colleges (Studentenwohnheime) und viele, unterschiedlich eingerichtete Lernplätze im Grünen. Dazu muss man sagen, dass hier besonders darauf geachtet wird, dass der Campus eine Augenweide ist und auch so bleibt. Die Architektur ist bei fast jedem Gebäude beeindruckend und die Lichtinstallationen untermalen dies. Da ich in einem Hostel wohne und ich nicht immer die Möglichkeit habe in Ruhe zu studieren, fahre ich fast jeden Tag zum Campus, auch wenn ich keine Vorlesungen habe.

Vorlesungen hatte ich nur an drei Tagen der Woche, mittwochs bis freitags. Da ich drei Kurse anstatt der üblichen Vier gewählt habe, hatte ich etwas mehr Freizeit als meine Kommilitonen und war auch mehr als dankbar dafür. An der University of Queensland wird besonders auf Lernmethoden gesetzt, die wissenschaftlich als nachhaltig erwiesen wurden. Dazu gehört die „Retrieval-Methode“, bei der man den in der Vorlesung gelernten Stoff so oft wie möglich im Verlauf des Semesters wiederholt und auch in monatlichen oder wöchentlichen Assignments überprüft. Diese Assignments zählen in die Endnote mit ein, weshalb man in diese genug Zeit investieren sollte. Für mich war es ungewohnt so viel Zeit in Abgaben zu stecken, die unter dem Semester anstehen, da bei meiner Universität meist eine einzige, stressige Prüfungsphase am Ende des Semesters üblich ist. Diese Aufteilung der Bewertung entspannt die Prüfungsphase deutlich, in der ich auch nur eine schriftliche Prüfung hatte und sonst mit Projekten und Abgaben beschäftigt war.

Ich besuchte die Kurse Artificial Intelligence, Entrepreneurial Mindset and Ideation und Science of Everyday Thinking. Ersterer war wie erwartet der Schwerste, da er viel Informatikwissen voraussetzte. Mein Favorit ist definitiv Science of Everyday Thinking, da wir in diesem Psychologie-Kurs die typischen Fallstricke und Fehler des menschlichen Gehirns gelernt haben und intensive Gruppendiskussionen geführt haben. Die Note ergab sich aus wöchentlichen Quizzes und einem „Change Your World“-Essay und Videos am Ende des Semesters, in dem wir mit Hilfe der erlernten Konzepte eine Thematik analysieren und aufzeigen mussten, wie die Auffassung von Menschen mit falschen Glaubenssätzen dazu verändert werden könnte, z.B. „Wieso glauben Menschen an die Wirkung von Globuli?“.

Brisbance