Jessicas Erfahrungsbericht zum Auslandssemester an der Southern Cross University

12.02.2024

Erfahrungsbericht zum Auslandssemester an der Southern Cross University

Jessica wollte bereits während ihres Bachelors ein Auslandssemester in Australien machen, realisieren konnte sie es aber erst im Masterstudium und ist mehr als froh es auch getan zu haben: "Das Auslandssemester in Australien war eine unheimlich bereichernde und abenteuerliche Zeit, die ich nicht mehr missen möchte."

Universität im Ausland: Southern Cross University

Universität in Deutschland: Hochschule Heilbronn

Studiengang in Deutschland: International Business & Intercultural Management

Belegte Kurse im Auslandssemester:

  • Digital Marketing
  • The Positive Leader
  • Business Analytics

Vorbereitung: Erzähle uns von der Vorbereitung deines Auslandssemesters

Ich studiere derzeit im Master und hatte eigentlich nur noch meine Masterthesis vor mir. Ich wollte bereits während meines Bachelors mit GOstralia! nach Australien, allerdings hat dies leider zeittechnisch nicht geklappt. Deshalb war für mich klar, dass ich im Master auf jeden Fall noch die Chance nutze, mit GOstralia! für ein Semester nach Australien zu gehen. Für die Southern Cross University habe ich mich entschieden, da die Studiengebühren komplett durch das Auslands-BAföG abgedeckt werden, Semesterstart im August war, was für mich perfekt gepasst hat und da ich nicht in eine der Großstädte wie Sydney oder Melbourne gehen wollte, sondern einen entspannten Beach-Lifestyle präferiert habe. Die SCU bietet Vorlesungsräume mit Ocean View und man ist innerhalb weniger Minuten zu Fuß an wunderschönen Stränden. Während der Wal-Saison sieht man öfter auch mal Wale vom Vorlesungsraum!
Die Vorbereitung mit GOstralia! war relativ easy, ich hatte stets Unterstützung und konnte all meine Fragen und Bedenken äußern. Als der Abflug langsam näher gerückt ist, habe ich von Deutschland aus bereits nach Unterkünften gesucht und mit einigen einen Video-Call gehabt. Ich habe auch im Vorfeld einem Zimmer zugesagt, was ich allerdings auf gar keinen Fall empfehlen würde. Innerhalb von drei Tagen bin ich wieder umgezogen, habe vor Ort also sehr schnell etwas Neues gefunden. Generell ist in Australien alles sehr kurzfristig und flexibel. Vor allem Flatmates kann ich für die Zimmersuche empfehlen, da findet man auf jeden Fall auch sehr kurzfristig etwas.
Bezüglich der Krankenversicherung ist es Pflicht die OSHC abzuschließen, allerdings würde ich empfehlen, sich zusätzlich noch um eine private Auslandskrankenversicherung zu kümmern. Ich hatte keine Zusatzversicherung und musste bei Arztbesuchen teilweise tief in die Tasche greifen.

 

 

Uni und Campus: Wie hat dir die Uni gefallen? Wie waren die Kurse, die du belegt hast? Was hast du sonst auf dem Campus unternommen? Hast du Tipps, wie man am besten andere Studierende kennenlernt?

Ich habe die folgenden drei Masterkurse belegt: Digital Marketing, The Positive Leader, Business Analytics. Im ersten Term hatte ich zwei, im zweiten Term dann nur einen Kurs. Pro Kurs hat man eine Stunde pro Woche (Online-)Vorlesung und zwei Stunden Tutorial am Campus. Das war für mich anfangs sehr ungewohnt, da ich damit gerechnet habe, mehr Zeit am Campus zu verbringen, allerdings war es auch ganz praktisch so, da man seine Zeit sehr flexibel einteilen konnte. Da sehr wenig Zeit im Classroom verbracht wird, wird vorausgesetzt, dass man sich den Unit-Content selbst aneignet, bzw. viel vor- und nacharbeitet. Die Uni hat eine tolle Bibliothek und Student Lounge, wo man sich mit Mitstudierenden zum Lernen treffen kann. Da ich also nicht allzu viel Zeit an der Uni verbracht habe, war ich fast täglich am Strand und es blieb viel Zeit für Ausflüge. Am Campus selbst gibt es wöchentliche Yoga oder Zumbakurse, Live Musik, Food Trucks oder sonstige Aktivitäten, allerdings ist die Uni sehr klein, es gibt keine Mensa, Gym oder Sonstiges. Das Studienniveau ist meiner Meinung nach geringer als in Deutschland – der Arbeitsaufwand ist deutlich niedriger als an meiner Heimatuni und die Ansprüche sind auch gut zu erfüllen.
Andere Studierende lernt man am besten in der Orientierungswoche kennen und dann natürlich in den Kursen. In meinen Kursen waren meist nur zwischen 6 und 15 Teilnehmende, allerdings organisiert die Uni auch einige Trips, z.B. nach Byron Bay, North Stradbroke Island, in Nationalparks, ins Wildlife Sanctuary usw., wobei man viele andere Studierende kennenlernt. Man kann über die Uni auch einen 5-wöchigen Surfkurs mit Australian Surfing Adventures für nur $110 machen, was ich jedem empfehlen würde. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar und man hat sehr viel Spaß und hat die Chance, neue Leute kennenzulernen.

  

 

Stadt und Umgebung: Wie hat dir deine Studienstadt gefallen? Erzähle von deinen Reisen am Wochenende oder in der Semester Break.

Ich war bereits vor meinem Auslandssemester in Australien und wusste, dass mir die Gold Coast auf jeden Fall gefallen wird. Die meisten denken Surfers Paradise wäre die Gold Coast, allerdings hat die GC so viel mehr zu bieten. Ich habe in Elanora, hinter Palm Beach gewohnt, und habe sehr viel Zeit in Coolangatta (in der Nähe der Uni), in Currumbin, Tugun und Burleigh Heads verbracht. Die Strände sind unfassbar schön und man lernt den laid-back Australian Lifestyle kennen. Byron Bay ist mit dem Auto nur ca. 45 Minuten entfernt, sodass wir einige Wochenenden dort verbracht haben. Auch im Hinterland der Gold Coast kann man einige Nationalparks und Wasserfälle (z.B. im Springbrook Nationalpark) erkunden.
In der Semesterbreak (ca. 2,5 Wochen im Oktober) habe ich mit anderen international Studierenden einen einwöchigen Roadtrip gemacht. Wir hatten zu viert einen Camper mit Dachzelt und sind an die Sunshine Coast, Noosa, Agnes Water bis nach 1770 gefahren. Einen Trip an die Sunny Coast kann ich auf jeden Fall empfehlen, ebenso ist Brisbane sehr gut mit dem Zug erreichbar, aber auch Flüge nach Sydney oder Melbourne sind recht günstig.
Das Arbeitspensum lässt es auf jeden Fall zu, dass man an Wochenenden und vor allem in der Semesterbreak einige Trips unternehmen kann. Selbst unter der Woche ist man recht flexibel und kann den ein oder anderen Ausflug machen. Ein Auto zu mieten war super einfach und relativ billig. Wir haben unsere Autos meist bei East Coast Car Rental und unseren Camper über Jucy gebucht.

 

 

Fazit: Erzähle uns von den Erfahrungen, die du in deinem Auslandssemester gemacht hast und wie es dich in deiner persönlichen Entwicklung weiter gebracht hat.

Das Auslandssemester in Australien war eine unheimlich bereichernde und abenteuerliche Zeit, die ich nicht mehr missen möchte. Natürlich musste ich anfangs über meinen Schatten springen, da es ein großer Schritt ist, allein ans andere Ende der Welt zu reisen. Man lernt, über sich selbst hinauszuwachsen, erweitert seinen Horizont, wird deutlich selbstbewusster und schließt Freundschaften fürs Leben. Ich empfinde es immer wieder als sehr wertvoll unterschiedliche Menschen, Lifestyles und Kulturen kennenzulernen, da man nur so auch sein eigenes Leben, seine Ansichten und Perspektive auf die Welt hinterfragen kann.
Während meiner Zeit in Australien habe ich auch nebenher gejobbt, wobei ich neue Skills gelernt, und andere Arbeitsweisen und vor allem auch wundervolle Menschen kennengerlernt habe.
Für mich sind die Menschen, die ich getroffen habe und die Erlebnisse und Erfahrungen, die ich machen durfte, das, was mir am meisten in Erinnerung bleiben wird.

 

 

Sonstiges: Hast du uns noch mehr zu berichten? Wir freuen uns über jede Story.

Ich kann nur empfehlen, mit Australiern oder Menschen mit den unterschiedlichsten Nationalitäten zusammenzuleben. Ich hatte großes Glück mit meinen Housemates und habe mich sehr wohl in meinem Zuhause gefühlt. Offen zu sein, sich selbst mehr zuzutrauen, als man es vielleicht in seiner gewohnten Umgebung tun würde, einfach mal machen, JA zu sagen, führt zu den schönsten Erlebnissen und Freundschaften.
Allein wer überlegt ein Auslandssemester zu machen, sollte sich diese Chance auf keinen Fall entgehen lassen! Es ist immer etwas anderes für eine bestimmte Dauer in einem Land zu leben als ausschließlich dort zu reisen. Mit dem Student Visa kann man noch einen Monat nach Semesterende im Land bleiben – nutzt das auf jeden Fall aus! Ich habe nachdem die Uni vorbei war noch einen Roadtrip von der Gold Coast nach Sydney gemacht, bin dann nach Perth geflogen und habe noch knapp 4 Wochen Western Australia bereist.
Wem das Geld noch Sorgen macht – klar, Australien ist teuer, aber den größten Unterschied macht die Miete. Lebensmittel, Transport, Klamotten etc. sind vergleichbar, wenn nicht sogar manchmal günstiger als in Deutschland. Mit Ersparnissen, Auslands-BAföG (unbedingt rechtzeitig beantragen!) und einem Nebenjob kann man sein Auslandssemester auf jeden Fall genießen!


  

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