12.09.2025
Schweiß statt Steckdose: Wie die Deakin University Wearables ohne Batterie möglich macht
Eine Smartwatch, die sich von selbst auflädt - ohne Kabel, ohne Steckdose? Genau daran arbeiten Forschende am Institute for Frontier Materials (IFM) der Deakin University in Melbourne. Ihre neueste Entwicklung könnte die Art und Weise, wie wir tragbare Geräte nutzen, grundlegend verändern.
Energie aus Schweiß: die Idee hinter dem Nanogenerator
Das Team hat einen hydroelektrischen Nanogenerator entwickelt, der Schweiß und dessen Verdunstung in elektrische Energie umwandelt. Entscheidend ist eine Schicht aus MXene-Nanomaterialien, die auf Wollfasern aufgebracht wird. Diese Kombination nutzt zwei entscheidende Eigenschaften:
- Hohe elektrische Leitfähigkeit der MXene-Materialien
- Starke Feuchtigkeitsaufnahme der Wollfasern
Schon wenige Tropfen Schweiß reichen aus, um Strom zu erzeugen, der in einem Kondensator gespeichert werden kann – ähnlich wie Sonnenenergie in einer Solarzelle.
Erste Tests: Wearables laden sich beim Sport
Im Praxistest zeigte der Generator bereits beeindruckende Ergebnisse: Schon nach wenigen Minuten auf dem Laufband konnte er genug Energie erzeugen, um tragbare Geräte zu betreiben. Das bedeutet: Fitness-Tracker oder Smartwatches könnten künftig direkt am Körper aufgeladen werden.
Das Ziel ist klar: leichtere, nachhaltigere und alltagstauglichere Wearables. Doch die Technologie hat Potenzial weit über den Fitnessbereich hinaus - etwa in der Medizintechnik, wo Körperdaten kontinuierlich überwacht werden, oder sogar in der Raumfahrt, wo Stromquellen knapp sind.
Forschung mit Praxisbezug in Australien
Die Entwicklung zeigt, wie stark die Materialwissenschaften an der Deakin University praxisnah forschen. Untersucht wurde nicht nur das MXene-Material, sondern auch, wie sich unterschiedliche Wollgewebe in Bezug auf Haltbarkeit, Komfort und Energieproduktion verhalten. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Materialwissenschaft, Chemie und Ingenieurwesen macht diese Innovation möglich.
Solche Projekte stehen beispielhaft dafür, wie Australien Studierenden und Forschenden ein Umfeld bietet, in dem Grundlagenforschung direkt in praktische Anwendungen übersetzt wird.
Chancen & Herausforderungen
Chancen:
- Nachhaltigere Energieversorgung ohne Ladegeräte
- Mehr Komfort im Alltag durch selbstladende Wearables
- Neue Anwendungen in Gesundheit, Outdoor-Bereich und Raumfahrt
Herausforderungen:
- Genügend Leistungsdichte für energiehungrige Geräte
- Hautverträglichkeit, Haltbarkeit und Waschbarkeit der Materialien
- Integration in modernes, leichtes Design
Studium mit Zukunft: Materialwissenschaften in Australien
Wer ein Studium in Australien im Bereich Materialwissenschaften, Ingenieurwissenschaften oder angewandte Technologien plant, findet an der Deakin University ein ideales Umfeld. Hier entstehen Innovationen, die den Alltag von Millionen Menschen verändern könnten.
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