26.01.2026
Ramonas Blog: Freizeit und Reisen im Auslandssemester an der Murdoch University
Ramona war 2025 für ein Auslandssemester an der Murdoch University. "Mein Auslandssemester in Perth war weit mehr als nur Studium. Es war ein umfassendes Erlebnis voller Abenteuer, Freundschaften und unvergesslicher Momente."

Universität im Ausland: Murdoch University
Universität in Deutschland: Hochschule Konstanz
Studiengang in Deutschland: Business Information Technology
Mein Auslandssemester an der Murdoch University in Perth
Mein Auslandssemester in Perth war weit mehr als nur Studium. Es war ein umfassendes Erlebnis voller Abenteuer, Freundschaften und unvergesslicher Momente. Neben dem akademischen Alltag bot die Murdoch University selbst zahlreiche Angebote, um die Freizeit aktiv zu gestalten und neue Leute kennenzulernen. Auf dem Campus gibt es verschiedene Clubs und Student Groups, die wöchentliche Events und Sportaktivitäten und organisieren. Besonders beliebt waren kulturelle Veranstaltungen im international Cafe, bei denen Studierende aus aller Welt zusammenkamen und sich austauschen konnten. Regelmäßig finden Workshops und Outdoor-Aktivitäten statt, die das Campusleben lebendig und abwechslungsreich machen. Außerdem wurden von Mitarbeitern der Uni zahlreiche Ausflüge für alle Exchange-Students organisiert. Unter anderem konnten wir im Wildlife-Park Kangaroos streicheln oder ein Aussi-Footballgame anschauen.
Mein Zuhause während des Semesters war das Campus Village, die studentische Wohnanlage direkt auf dem Uni-Gelände. Besonders der Gemeinschaftsbereich mit Pool und Movie-Room lädt zum gemeinsamen Spielen oder Entspannen ein, der idealer Ort, um schnell Freundschaften zu schließen. Häufige Veranstaltungen im Campus Village wie Lernangebote, Themenabende oder BBQ-Partys sorgten dafür, dass man sich auch außerhalb der Uni-Vorlesungen immer wieder mit anderen Studierenden treffen konnte. Durch all diese Angebote wurde das Campus-Leben zu einem sozialen Mittelpunkt meines Aufenthalts.
Neben dem Studium hatte ich viel Zeit, um mit anderen Exchange Students Perth zu erkunden. Besonders oft zog es uns an die zahlreichen Strände rund um Perth, die sich ideal für entspannte Nachmittage, Sonnenuntergänge und gemeinsame Treffen eignen. Abends waren die Scarborough Markets ein beliebter Treffpunkt mit Street Food, Musik und einer entspannten Atmosphäre direkt am Meer. Auch Ausflüge nach Fremantle mit seinem Hafenflair oder Spaziergänge durch den Kings Park mit Blick über die Skyline von Perth waren sehr beliebte Aktivitäten. Außerdem gehört ein Trip nach Rottnest Island dazu, um die wunderschönen Strände und die süßen Quakkas zu beobachten.
Erste Study Break: North West Trip durch Western Australia
Während der ersten Study Break stand eines der größten Abenteuer meines Aufenthalts an: Ein Roadtrip durch den Nordwesten von Western Australia. Zu viert mieteten wir einem 4WD Camper mit zwei Dachzelten, der perfekt für unsere Reise ausgestattet war. Unsere Route führte uns von Perth durch das Outback zum Karijini National Park, weiter nach Exmouth, entlang des Ningaloo Reefs über Shark Bay und Shell Beach bis nach Kalbarri. Auf dem Rückweg machten wir noch einen Stopp in der beeindruckenden Pinnacles Desert.
Schon bei der Planung wurde deutlich, dass eine Camperreise durch das Outback gut vorbereitet sein muss. Große Entfernungen, wenige Ortschaften und lange Strecken ohne Infrastruktur gehören hier zum Alltag. Wir achteten darauf, immer ausreichend Wasser und Lebensmittel dabei zu haben und rechtzeitig zu tanken, da Tankstellen teilweise hunderte Kilometer auseinanderliegen. Auch eine grobe Routenplanung sowie Informationen zu Straßen- und Wetterbedingungen waren wichtig, da man sich oft in sehr abgelegenen Gegenden befindet.
Die Reise selbst war geprägt von endlosen Straßen, beeindruckender Weite und einer einzigartigen Natur. Besonders die Schluchten der Nationalparks, in denen wir viele Wanderungen unternahmen, waren atemberaubend. Immer wieder entdeckten wir menschenleere Strände und abgelegene Landschaften. Unterwegs begegneten uns zahlreiche Wildtiere wie Kängurus, Emus, Dingos und viele verschiedene Vogelarten. Besonders in Erinnerung geblieben sind die Nächte im Camper unter einem klaren Sternenhimmel, bei denen man die Milchstraße sehen konnte. Der North West Trip ist besonders im August oder September empfehlenswert, da es zu anderen Jahreszeiten sehr heiß werden kann.
Entspanntes Wochenende in Margaret River
Neben den längeren Reisen nutzten wir freie Wochenenden für kürzere Ausflüge. Ein verlängertes Wochenende verbrachten wir in der Weinregion Margaret River. Auf dem Hinweg legten wir einen Stopp am Busselton Jetty ein, wo wir Delfine sehen konnten und das natürliche Aquarium besuchten. Dort haben wir außerdem sehr gute Pizza gegessen. In Margaret River selbst mieteten wir eine kleine Hütte und genossen einige der schönsten Sonnenuntergänge direkt am Strand. Die Region ist bekannt für ihre Surfspots, die vor allem für sehr erfahrene Surfer geeignet sind und an denen auch Wettkämpfe stattfinden. Zusätzlich buchten wir eine Führung durch ein Weingut mit anschließender Verkostung. Einen Abend verbrachten wir gemütlich mit selbst gemachten Käsespätzle, und auch ein Besuch der Jewel Cave gehörte zu unserem Programm.
Zweite Study Break: Reise nach Tasmanien
Während der zweiten Study Break reisten wir nach Tasmanien. Von Hobart aus ging es in den Freycinet National Park mit der bekannten Wineglass Bay und weiter zur Bay of Fires. Anschließend fuhren wir in den Norden der Insel nach Launceston, das ebenfalls für seine Weinregion bekannt ist. Tasmanien bietet zudem Regenwaldgebiete und ein Platypus-Reservat, auch wenn wir dort leider keine Schnabeltiere sehen konnten. Das Wetter war während unseres Aufenthalts eher kühl und regnerisch.
Die kälteren Tage nutzten wir für einen Saunagang mit Blick auf das Meer oder verbrachten Zeit in Cafés, um Postkarten für Freunde und Familie zu schreiben. Das Highlight der Reise war der Cradle Mountain National Park, wo wir beeindruckende Wanderungen unternahmen, Schnee erlebten und Wombats aus nächster Nähe beobachten konnten. Am letzten Tag fuhren wir noch auf den Mount Wellington und genossen den Blick über Hobart von oben.
Auf dem Rückweg nach Perth legten wir einen Zwischenstopp in Melbourne ein. Dort nahmen wir an einer kostenlosen Walking Tour mit einem sehr unterhaltsamen Guide teil und mieteten anschließend ein Auto, um die Great Ocean Road entlangzufahren, wo wir Koalas in freier Wildbahn sehen konnten.
Solo-Reise entlang der East Coast nach dem Semester
Nach dem Ende des Semesters entschied ich mich, Australien noch weiter auf eigene Faust zu erkunden. Alleine reiste ich entlang der East Coast von Brisbane nach Cairns. Meine Route führte mich über Noosa, Hervey Bay und K’gari (Fraser Island) weiter nach Airlie Beach. Dort nahm ich an einem Segeltrip durch die Whitsundays teil und schnorchelte im Great Barrier Reef.
Weitere Stopps waren Magnetic Island und schließlich Cairns. Während dieser Reise übernachtete ich überwiegend in Hostels. Dabei lernte ich viele nette Menschen aus aller Welt kennen, die man an verschiedenen Orten immer wieder traf. Gerade diese spontanen Begegnungen und das Gemeinschaftsgefühl machten die Reise zu einem perfekten Abschluss meines Auslandsaufenthaltes.
Abschließend kann ich sagen, dass mich GOstralia!-GOmerica! während der gesamten Planung des Auslandssemesters sehr unterstützt hat und viele organisatorische Schritte deutlich erleichtert wurden. Besonders Western Australia kann ich sehr empfehlen. Die Natur dort ist noch deutlich unberührter als an der East Coast, die Orte sind weniger touristisch und vieles fühlt sich noch wie ein echter Geheimtipp Australiens an. Gerade diese Kombination aus Weite, Natur und Abenteuer hat meinen Aufenthalt in Western Australia zu einer ganz besonderen Erfahrung gemacht.









