06.07.2026
Erfahrungsbericht von Nina zum Auslandssemester an der University of Newcastle
Nina war 2026 für ein Auslandssemester an der University of Newcastle in Australien. "Ich habe an Newcastle mein Herz verloren, besonders an die Küste. Im Gegensatz zu den Großstädten sieht man hier kaum Touristen. Wer also eine echte 'australische Experience' möchte, ist hier genau richtig! Alles in allem kann ich sagen, dass ich vermutlich noch nie so glücklich war, wie in Australien und einfach nicht aufhören kann davon zu schwärmen.

Universität im Ausland: University of Newcastle
Universität in Deutschland: Hochschule der Medien Stuttgart
Studiengang in Deutschland: Master Medienmanagement
Belegte Kurse im Ausland:
- Short Film Production (CMNS 3340)
- Creative Writing: Fiction, Medicine, Psychology (ENGL 3304)
- Peak TV: Text, Industry, Culture (SCRN 3100)
Vorbereitung: Erzähle uns von der Vorbereitung deines Auslandssemesters und warum du dich für deine Uni entschieden hast
Ich kann gar nicht richtig sagen, wieso ich mich am Ende für Newcastle entschieden habe. Ich wollte im Allgemeinen eine etwas mehr „australische Experience“ haben und deshalb nicht in eine Großstadt wie Sydney, da ich in meinem Bachelor bereits ein Auslandssemester in Seattle gemacht habe. Ich habe auch einige Erfahrungsberichte gelesen und mich mit den an der Uni angebotenen Kursen beschäftigt und war dann einfach von Newcastle überzeugt. Die Strände waren dabei natürlich auch noch ein großer Pluspunkt, die sind nämlich einfach unbeschreiblich.
Meine Bewerbung lief komplett über GOstralia!-GOmerica! ab. Ich habe einfach alle benötigten Unterlagen im September eingereicht und relativ schnell eine Zusage der Universität erhalten. Ich hatte mich bereits vor meiner Bewerbung bei GOstralia!-GOmerica! noch beim DAAD auf das HAW-International Stipendium beworben, da die Bewerbungsfrist hier bereits im August war. Nach der Zusage der UoN habe ich mich auf das Studentenwohnheim beworben, mein Visum beantragt und einen Hinflug gebucht. Hier kann ich auch sehr empfehlen: wer gerne schnell Leute kennen lernen möchte, sowohl Internationals als Australier, sollte sich auf einen Wohnheimplatz bewerben (und das so früh wie möglich, um in die erste Wahl zu erhalten, da On-Campus Accommodation sehr beliebt ist). Student Living und auch die einzelnen Wohnheime bieten einem so viele Möglichkeiten durch unterschiedliche Veranstaltungen, besonders aber in der O-Week, neue Leute kennenzulernen.
Ich hatte zu Beginn noch keinen Rückflug gebucht, da ich danach noch reisen wollte und deshalb nicht sicher war, wann genau ich zurückfliegen werde.
Uni und Campus: Wie hat dir die Uni gefallen? Wie waren die Kurse, die du belegt hast? Was hast du sonst auf dem Campus unternommen? Hast du Tipps, wie man am besten andere Studierende kennenlernt?
Die University of Newcastle war die perfekte Uni für mein Auslandssemester! Ich habe Short Film Production, Creative Writing: Fiction, Medicine and Psychology und Peak TV: Text, Industry, Culture belegt. Dabei hatte ich sowohl Kurse auf dem Callaghan Campus als auch auf dem City Campus, was aber überhaupt kein Problem war, da zwischen den beiden ein kostenloses Shuttle hin und her fährt. Alle meine Kurse waren hauptsächlich mit Australiern, nur in Short Film Production waren noch ein paar andere Internationals eingeschrieben. In Short Film Production hatte ich in den ersten Wochen sowohl Vorlesung als auch Tutorials, wobei die Tutorials gegen Ende hin weggefallen sind. Die anderen beiden Kurse bestanden aus einer Vorlesung bzw. einem Workshop pro Woche. Peak TV war dabei einer meiner Lieblingskurse meiner gesamten Studi-Zeit, weil ich dort so viele interessante Einblicke vor allem auch in die australische Serienkultur erhalten habe.
Der Workload der Kurse ist durch kleinere Abgaben mehr auf das Semester verteilt als in Deutschland. In Peak TV gab es z.B. wöchentliche Discussion Boards und eine Szenenanalyse in der Mitte des Semesters, während in Creative Writing wir nur eine große Abgabe am Ende hatten und in Short Film Production in Gruppen zwei Kurzfilme gedreht wurden.
Auch der Campus der UoN ist allgemein super! Er ist riesig und bietet alles, was man so braucht. Neben den ganz normalen Unigebäuden und Bibliotheken gibt ein Gym, ein großes Schwimmbad, eine Außensportanlage (dort finden auch die wöchentlichen Footy-Games statt) und jede Menge verschiedene Sportkurse, wie Pilates, Boxen oder Cycling. Dabei sind alle Angebote für On-Campus wohnende Studis komplett kostenlos. Darüber hinaus gibt es einige Essensmöglichkeiten, Einkaufsmöglichkeiten und eine große Bar, in der alle möglichen Veranstaltungen stattfinden, wie wöchentliche Trivia-Abende oder Konzerte. Jedes Wohnheim hat auch noch einen großen Aufenthaltsraum mit Billardtischen, Fernseher und verschiedenen Instrumenten, sowie eigenen Pools.
Um ganz schnell ganz viele tolle Leute kennenzulernen, kann ich nur empfehlen bei allen Veranstaltungen der O-Week teilzunehmen! Wir hatten sehr viele Events von unserem Wohnheim aus (u.a. auch direkt zu Beginn ein großes Kennenlernen mit allen Freshers) aber auch das International Office gibt sich super viel Mühe, damit man die anderen Internationals schnell kennen lernt. Bereits im Voraus konnte man sich für verschiedene, coole Events anmelden, wie einer Delphin Tour, einem Küstenspaziergang oder eine Einführung in den australischen Sport und die Aboriginal Kultur. Ich kann nur empfehlen, so viel es geht mitzunehmen!
Auch unter dem Semester gibt es coole Events, die man definitiv mitnehmen sollte, wie z.B. das Horse Races-Event oder ANZAC Day. Außerdem hat jedes Shared Appartement (in IH ist es jeder Block, in den Towers jedes Stockwerk soweit ich weiß) einen zugeteilten Residential Mentor, der auch dort wohnt und verschiedene Events plant, wie z.B. Bowlings oder Lasertag Nights, damit man seine Mitbewohner besser kennen lernt. Und von der UoN gibt es auch noch das NUMates Programm, welches verschiedene Events unter dem Semester plant, wie z.B. Volleyball spiele, Surfstunden oder eine Shark- und Rayexperience und natürlich wie an jeder Universität, bietet die University of Newcastle auch ganz viele verschiedene Clubs an, die man joinen kann.
Stadt und Umgebung: Wie hat dir deine Studienstadt gefallen? Erzähle von deinen Reisen am Wochenende oder in der Semester Break.
Ich habe an Newcastle mein Herz verloren, besonders an die Küste. Im Gegensatz zu den Großstädten sieht man hier kaum Touristen. Wer also eine echte „australische Experience“ möchte, ist hier genau richtig! Außerdem bietet Newcastle so viele tolle (v.a. auch kostenlose) Möglichkeiten, die man neben der Uni unternehmen kann. Wir haben sehr viel Zeit am Strand verbracht, sind zu Trivia-Abenden, Comedy Shows, haben BBQs und Picknicks veranstaltet, viele Sonnenuntergänge bestaunt, sind mit Delphinen am Strand geschwommen, sehr oft feiern gegangen, haben Tagesausflüge in die Umgebung gemacht und so vieles mehr!
Unter dem Semester war ich über die Wochenenden mit meinen Freunden unter anderen im Byron Bay, Brisbane und an der Gold Coast. Dadurch, dass Sydney (für australische Verhältnisse) super nah ist, waren wir auch öfters für einen Tag (z.B. für Konzerte oder den Australia Day) aber auch übers ganze Wochenende in Sydney, unter anderem um den Geburtstag einer meiner Freundinnen zu feiern. In der Semester Break hat sich meine Gruppe aufgeteilt und ich bin mit zwei Freundinnen auf die Südinsel Neuseelands geflogen. Dort haben wir einen Camper gemietet und für zwei Wochen diese bereist, während der Rest aus unserer Gruppe an das Great Barrier Reef geflogen ist.
Nach dem Semester bin ich dann noch mit einer Freundin von Deutschland nach Melbourne geflogen und habe mir die Great Ocean Road angesehen und gemeinsam mit einem Freund aus dem Auslandssemester bin ich mit dem Auto ab Brisbane die Ostküste hochgefahren bis zum Daintree Rainforest. Das kann ich auch jedem nur empfehlen, es war so schön! Wir haben dabei alle wichtigen Spots abgeklappert, wie K’gari Island, Noosa, die Sunshine Coast, die Whitsundays, Magnetic Island, Cairns, Port Douglas und alles dazwischen. Danach ging es für mich dann noch in die Heimatstadt einer meiner australischen Freundinnen etwa vier Stunden weiter im Landesinneren von Australien und auf dem Heimweg machte ich einen Abstecher über Kanada, um dort zwei meiner Freundinnen, die ich im Auslandssemester kennengelernt habe, zu besuchen.
Fazit: Erzähle uns von den Erfahrungen, die du in deinem Auslandssemester gemacht hast und wie es dich in deiner persönlichen Entwicklung weiter gebracht hat.
Ich bin für die Zeit in Newcastle unendlich dankbar. Ich habe so viele tolle Erinnerungen sammeln können, die ich niemals vergessen werde. Ich habe zum Beispiel (wie oben schon erwähnt) ganz oft Delphine in Newcastle gesehen und war sogar einmal mit ihnen im Wasser schwimmen! Im Mai hatte ich dann die Möglichkeit in der Whale-Season Wale entlang der Küste schwimmen zu sehen. Allgemein konnte ich so viel von meiner Bucket-list abhacken, wie Surfen in Byron Bay oder Skydiving und Schnorcheln im Great Barrier Reef.
Und ganz wichtig zu erwähnen sind natürlich die tollen Menschen, die ich während meines Auslandssemesters kennen lernen durfte, die dieses ganz Erlebnis noch viel besonderer gemacht haben! Ich habe das große Glück, dass ich nicht nur Internationals, sondern auch Australier zu meinen engen Freunden zählen darf. So hart es ist, dass wir überall auf der Welt verteilt sind, freue ich mich doch riesig, dass uns das die Möglichkeit gibt uns gegenseitig zu besuchen. Meine meiner australischen Freundinnen kommt beispielsweise bereits im September nach Deutschland und für mich geht es vielleicht noch dieses Jahr nach Schweden.
Alles in allem kann ich sagen, dass ich vermutlich noch nie so glücklich war, wie in Australien und einfach nicht aufhören kann davon zu schwärmen.
Zur persönlichen Entwicklung: Ich würde ja behaupten, dass sich mein Englisch auf jeden Fall noch einmal verbessert hat. Ich habe während meines gesamten Aufenthalts nämlich eigentlich nur Englisch gesprochen, da meine Freunde überwiegend aus den USA, Kanada und Australien kamen. Im Allgemeinen wird man auch so viel selbstständiger und offener gegenüber anderen, auch wenn man es vielleicht am Anfang gar nicht bemerkt.
Jeder der über ein Auslandssemester in Australien nachdenkt, sollte es auf jeden Fall machen und alles mitnehmen was geht!!
Sonstiges: Hast du uns noch mehr zu berichten? Wir freuen uns über jede Story.
Weil ich das ganz oft von meinen Freunden gefragt wurde: Ich kann jedem ganz offiziell die Angst nehmen, denn ich habe während meiner gesamten Zeit in Australien keine einzige Schlange gesehen (die habe ich dann nach zwei Tagen in Kanada entdeckt) und auch keinen Hai. Spinnen gab es auf dem Campus eigentlich keine, die kann man aber bei manchen Wanderungen oder auf K’gari Island finden (dann auch die großen). Wer also Angst vor den Tieren dort hat, sollte sich davon nicht abhalten lassen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Aussie-Akzent am Anfang vielleicht etwas wild ist zu verstehen, aber irgendwann gewöhnt man sich daran und ganz ehrlich? Ich finde das ist der coolste Dialekt, den es gibt. An meinem ersten Tag in Newcastle wurde mir die ganze Zeit von einer „Prays“ erzählt und ob ich Lust hätte vorbeizukommen. Ich war super verwirrt und dachte ernsthaft „wow sind die religiös“ – tja turns out „prays“ ist „pres“ und bedeutet einfach nur Vorglühen, bevor die Australier ausgehen. Solltet ihr also zu einer eingeladen werden, unbedingt hingehen, da wird nicht gebetet hahah





















