17.11.2025
Wohnen in Long Beach - Marens Blog zum Auslandssemester an der CSULB
Heute geht’s mal um ein Thema, das wahrscheinlich alle beschäftigt, die ein Auslandssemester planen: Die Unterkunft!
Gerade in Kalifornien ist das gar nicht so einfach, denn Long Beach hat zwar viele Optionen, aber leider auch ordentliche Mietpreise. Ich erzähle euch, wie ich meine Wohnung gefunden habe, welche Möglichkeiten es generell gibt und was ich euch empfehlen würde.
On-Campus Housing
Die unkomplizierteste (und vielleicht auch risikofreiste Variante) ist das On-Campus-Housing der CSULB. Dort wohnt man direkt auf oder in der Nähe des Campus. Je nach Wohnheim und Zimmergröße variiert der Preis. Was ich am Auswahlprozess cool finde: Die Mitbewohner*innen werden nicht einfach zufällig zugeteilt. Man füllt vorher ein Formular aus und führt Videocalls, um sich kennenzulernen und Wünsche anzugeben.
Mein Tipp: Wenn ihr euch für On Campus entscheidet, schaut euch unbedingt das International House an! Es liegt nah an der Uni, ist schön gestaltet und, wie der Name schon sagt, voller internationaler Studierende. Eine super Gelegenheit, direkt Kontakte zu knüpfen! Ich bin auch manchmal nach Vorlesungen ins International House gegangen, um dort zu lernen. Der große Pluspunkt: ein super klimatisierter Aufenthaltsraum!
Ich habe mich trotzdem gegen On-Campus entschieden, weil man dort automatisch einen Meal Plan dazubuchen muss. Ich koche lieber selbst, mag auch ein bisschen mehr Privatsphäre.
Off-Campus Housing
Wer, wie ich, lieber außerhalb wohnt, hat ebenfalls einige gute Optionen. Ich habe mich damals durch verschiedene Plattformen geklickt und einiges ausprobiert:
- Facebook-Gruppen: Dort posten viele Studierende, die Mitbewohner*innen suchen
- Roomster: Quasi das amerikanische zu WG-Gesucht
- Websites: Zillow, Furnished Finder, RentCafe oder auch Langzeit-Airbnbs
- CSULB Universe Housing: Ein Portal der Uni, auf dem Wohnungen und Mitbewohner*innen gelistet sind. Man, kann sich dort auch selbst als suchende Person eintragen.
Meine Wohnung
Ich habe mein Zimmer über Furnished Finder gefunden. Dort kann man direkt mit Vermieter*innen schreiben. Viele möchten vorher aber kurz prüfen, wer man ist.
Es ist also nichts Ungewöhnliches, wenn nach Social-Media-Profilen gefragt wird oder ein Zoom-Meeting vorschlagen wird. Ich hatte das auch und fand’s ehrlich gesagt ganz angenehm, die Leute vorher schon kennenzulernen.
Am Ende habe ich mich für ein Zimmer in einem Haus in Signal Hill entschieden. Ich wohne dort mit einem jungen Ehepaar und ihrem kleinen Kind zusammen. Es ist also fast ein bisschen wie in einer Gastfamilie.
Ich habe ein eigenes Zimmer mit eigenem Bad, einen kleinen Kühlschrank und Zugang zur Küche und zum Waschraum. Zur Uni sind es rund 20 Minuten mit dem Fahrrad, zum Strand etwa 18 Minuten und Supermärkte sind nur wenige Minuten entfernt. Ich bin fast immer mit dem Rad unterwegs. Das ist nicht nur günstiger und umweltfreundlicher sondern in Long Beach tatsächlich oft auch genauso schnell wie mit dem Auto.
Die Rad- und Fußwege sind auch viel besser, als man es von den USA erwartet.
Zu den Preisen:
Ich zahle 1.250 $ im Monat. Das ist natürlich kein Schnäppchen, aber On-Campus kostet für ein geteiltes Zimmer in etwa dasselbe, plus noch ein paar hundert Euro monatlich für den Meal Plan.
Wenn ihr früh sucht und schnell zuschlagt, findet ihr aber auch gute Zimmer oder Wohnungen für etwa 1.100 $, mit etwas Glück sogar für unter 1.000 $.
Leben mit meiner „Fast-Gastfamilie“
Ich hatte echt Glück mit meinen Vermietern. Sie sind total herzlich, laden mich manchmal zum Essen ein, überraschen mich mit einem Donut oder nehmen mich zu Ausflügen mit. Trotzdem bin ich ziemlich unabhängig. Beide arbeiten und meistens sehen wir uns nur kurz am Wochenende oder morgens in der Küche. Da bekomme ich dann immer die besten Reisetipps :D
Für mich ist das die perfekte Mischung aus Familienanschluss und Privatsphäre.
Meine Tipps
- Habt eure Social Media Accounts bereit: Bevor ich mit der Wohnungssuche angefangen habe, hatte ich kein Instagram, LinkedIn oder ähnliches. Das hat mich tatsächlich eingeschränkt – viele Vermieter*innen fragen direkt nach Social-Media-Profilen, um sich ein Bild zu machen. Wenn das Profil dann erst drei Tage alt ist, sind sie oft skeptisch.
- Fackelt nicht zu lange: Ich habe früh mit der Wohnungssuche begonnen, aber viele gute Angebote verpasst, weil ich dachte: „Ich hab ja noch Zeit“ oder „Da kommt bestimmt noch was Besseres.“ Falsch gedacht! Die Wohnungen waren dann entweder weg oder plötzlich 200 $ teurer. Also: Wenn ihr ein gutes Gefühl habt – zuschlagen!












