30.01.2026

Reisetipps - Marens Blog zum Auslandssemester an der CSULB

Hi, ich bin Maren! 
In diesem Blogbeitrag möchte ich euch ein bisschen über das Reisen während meines Auslandssemesters in Long Beach erzählen. Die Lage in Long Beach ist einfach perfekt, um sowohl spontane Tagesausflüge als auch längere Trips zu machen und genau das kann wunderbar ausgenutzt werden.

 

Tagestouren

Long Beach liegt, wie der Name schon vermuten lässt, direkt am Meer. Zwar gibt es hier drei wirklich schöne Strandabschnitte (Seal Beach, Belmont Shore und Long Beach Beach), trotzdem lohnt es sich sehr, die Küste hoch oder runterzufahren und andere Strände zu erkunden.
Sunset Beach liegt ganz in der Nähe und ist sogar mit dem Fahrrad erreichbar. Etwas weiter südlich kommt Huntington Beach, der Surfstrand in der Gegend. Dort habe ich auch meinen Surfkurs gemacht. Mit dem Bus ist man in etwa einer Stunde dort. Noch ein Stück weiter südlich folgen Balboa Island und Newport Beach. Direkt dahinter liegen das Crystal Cove State Park Gebiet und Emerald Bay (kurz vor Laguna Beach). Diese Gegend ist bekannt für traumhafte Klippen und atemberaubende Sonnenuntergänge. Mit dem Bus dauert die Fahrt zwar etwas, aber mit dem Auto ist man in unter einer Stunde dort und kann einen Strandtag in fantastischer Kulisse genießen.
Fährt man von Long Beach aus der Küste nach Norden, sind Santa Monica Pier und Venice Beach natürlich absolute Klassiker. Sie liegen nur etwa 45 Minuten mit dem Auto entfernt und gehören definitiv zu den Orten, die man einmal gesehen haben sollte. Vor allem, wenn sie so nah sind!

Abseits der typischen Touristenorte kann ich auch Hermosa Beach (in der Nähe von LAX) empfehlen, besonders wenn man sich für schöne Häuser und Villen interessiert. Außerdem lohnt sich ein Ausflug zum Abalone Cove Park bei Rancho Palos Verdes. Dies ist perfekt zum Wandern oder Spazierengehen mit Blick aufs Meer.
Für eher stadtinteressierte Menschen bieten sich Downtown L.A. und die Beverly Hills an. Von Long Beach aus kommt man mit der Metro in etwa einer Stunde für unter 3 $ dort hin.
Eine weitere tolle Möglichkeit für Tagesausflüge sind die Outdoor-Aktivitäten des Student Recreation and Wellness Centers (SRWC). Dort werden unter anderem Wander- oder Campingtrips angeboten. So entdeckt man nicht nur schöne Natur, sondern lernt auch andere Studierende kennen.
Nicht zu vergessen sind natürlich die Freizeitparks in der Umgebung. Disneyland für Nostalgie, Six Flags für die Fahrgeschäfte und Universal Studios für einen Blick hinter die Kulissen der Filmindustrie. 

Was einem in Long Beach außerdem fast sofort empfohlen wird, ist ein Ausflug nach Catalina Island. Von Long Beach fährt eine Fähre direkt dorthin, und innerhalb einer Stunde ist man auf einer wunderschönen Insel. Also eignet es sich ebenfalls perfekt für einen Tagesausflug.

 

Wochenendtrips

Für etwas längere Reisen mit Übernachtung bieten sich San Diego, Santa Barbara oder Las Vegas an. Ich selbst habe während meines Aufenthalts einen Wochenendtrip nach San Diego gemacht. Ich würde definitiv empfehlen, dafür ein verlängertes Wochenende einzuplanen, da die Stadt wirklich viel zu bieten hat.
Mein persönliches Highlight war La Jolla. Das ist ein Strand- und Klippengebiet mit traumhaften Sonnenuntergängen und knuffigen Seelöwen. 
Eine weitere Empfehlung, die ich leider nicht selbst wahrnehmen konnte, kam von einer Professorin. Malibu! Das soll sich besonders landschaftlich sehr schön und gut zum Wandern sein. Für Naturfans bieten sich außerdem die Nationalparks in der Umgebung an, zum Beispiel der Yosemite National Park, der Sequoia National Forest oder das Death Valley.

 

Thanksgiving Break

Im Fall Semester an der CSULB hat man Ende November über eine Woche frei (vom 21.–28.11.2025), die sich perfekt fürs Reisen eignet. Ich habe mich entschieden, diese Zeit aufzuteilen.
In der ersten Hälfte war ich im Norden Kaliforniens in San Francisco, Santa Clara / Silicon Valley und Santa Cruz. Im Norden war es etwas kälter als im Süden, aber das Wetter ich fand trotzdem sehr angenehm. Die Mischung aus Sonne und kühler Brise hat für einen richtig schönen Herbst-Vibe gesorgt.
San Francisco ist eine wahnsinnig tolle Stadt. Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten wie der Golden Gate Bridge oder der Lombard Street kann ich besonders den Dolores Park (Blick auf die Skyline von SF) und den Golden Gate Park (vor allem Blue Heron Lake) empfehlen. Santa Cruz ist eher eine kleinere Stadt mit leichtem 90er-Jahre-Vibe aber die Natur dort ist einfach atemberaubend. Wald, Sandstrand, Klippen und Berge liegen fast direkt nebeneinander. Außerdem gibt es dort einen Strand mit Freizeitpark und ein Pier mit ganz vielen Seelöwen.

Die zweite Hälfte der Thanksgiving Break habe ich mit meiner Gastfamilie in San Diego verbracht und dort auf einer großen Familienfeier Thanksgiving gefeiert. Auf dem Rückweg waren wir in den Bergen bei Los Rios Rancho auf einem Apple-Butter-Festival, was die Herbst-Feelings erneut entfacht hat.
Was sich in der Thanksgiving Break ebenfalls anbietet, sind längere Reisen, z. B. nach Hawaii oder Roadtrips die Küste entlang Richtung San Francisco oder ins Landesinnere, etwa nach Denver. Diese Optionen waren bei den anderen internationalen Studierenden sehr beliebt.

 

 Meine Tipps

  • Hotelbewertungen nicht nur bei der Buchung, sondern auch kurz vor der Reise checken: Das ist ein Punkt, den ich aus eigener Erfahrung sehr empfehlen kann. Ich hatte ein Hotel gebucht, bei dem die Bewertungen zum Buchungszeitpunkt noch in Ordnung waren. Kurz vor der Reise habe ich allerdings nicht noch einmal nachgeschaut – und genau in dieser Zeit hatten sich die Bewertungen deutlich verschlechtert. Das Ergebnis war leider ein sehr schlechtes Zimmer (inklusive Kakerlaken). Hätte ich vorher noch einmal die aktuellen Bewertungen geprüft, hätte ich problemlos umbuchen können.
  • Alternative zu Flixbus/Greyhound wenn es nach San Franscico geht: Für meine Reise nach San Francisco habe ich einen Fernbus eines vietnamesischen Unternehmens genutzt (Hoang Bus), das vietnamesisch-amerikanische Communities verbindet. Die Preise sind konstant bei etwa 50 $ pro Strecke und steigen nicht kurzfristig an, wie es bei FlixBus oder Greyhound oft der Fall ist. Die Atmosphäre im Bus war ruhig und respektvoll, und die Sitzplätze bequem. Ein weiterer, großer Pluspunkt: Ich hatte auf beiden Fahrten keinen Sitznachbarn und konnte mich über zwei Sitzplätze ausbreiten, was die lange Fahrt deutlich angenehmer macht. 
  • LA ist besser mit dem Auto: LA ist eine sehr weitläufige Stadt mit vielen spannenden Spots, die aber dann weiter auseinander liegen. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind eher durchwachsen. Vor allem Busse haben oft lange Wartezeiten. Sich einfach an die Haltestelle zu stellen und zu hoffen, dass der nächste Bus in fünf Minuten kommt, funktioniert hier eher selten. Meist wartet man eher 20–30 Minuten. Auch zu Fuß legt man schnell sehr lange Strecken zurück. 
    Bewegt man sich dabei etwas weiter außerhalb, kommt man außerdem teilweise durch Gegenden mit vielen Obdachlosen und Zeltansammlungen, was für Besuchende ungewohnt sein kann. Für mehrere Ziele an einem Tag sind Uber, Waymo oder Zipcar daher meist die bessere Wahl. Teilt man sich ein Auto mit mehreren Personen, kommt man preislich ganz gut weg und ist deutlich flexibler und sicherer unterwegs.