31.10.2025

Kurse & Studium - Marens Blog zum Auslandssemester an der CSULB

 Hi, ich bin Maren!

Ich bin momentan im Auslandssemester an der California State University Long Beach (CSULB). Diesen Blockbeitrag geht es ums Studium hier. Also welche Kurse ich gewählt habe, wie ein typischer Studientag aussieht und was die Workload so mit sich bringt.

Kurswahl (mit kleinem Nervenkitzel)

Bei meiner Bewerbung habe ich Wunschliste mit 10 Kursen, die nach Priorität geordnet waren, abgegeben. Schon vor der Anreise bekam ich die Zusage für drei Kurse. Da ich aber fünf Kurse belegen muss, um das Semester anerkannt zu bekommen, musste ich zwei weitere in der Orientierungswoche wählen. Dabei wurde wir auch vom Study Abroad Team unterstützt und es wurde erklärt, wie das Einschreiben überhaupt funktioniert.

Meine Herausforderung: Meine beiden zusätzlichen Kurse waren im Maschinenbau. Dort läuft die Einschreibung etwas „oldschool“ und langsamer ab, was bei allen im Fachbereich für Probleme gesorgt hat. Für mich wurde es zwischenzeitlich ziemlich brenzlich, weil ich kurz vor der Deadline die Info bekam, dass die Kurse voll seien – obwohl ich schon seit zwei Wochen in den Vorlesungen saß.

Glücklicherweise konnte ich das noch mit dem Professor persönlich klären und am Ende hat alles funktioniert. Fazit: Ich bin in allen meinen Wunschkursen gelandet!

Meine Kurse

Ich habe insgesamt fünf Kurse gewählt aus drei verschiedenen Fakultäten gewählt:

  • MGTM 300: Principles of Management and Operations
  • HRM 360: Organizational Behavior
  • GEOG 450: Sustainability & Social Justice
  • MAE 365: Aerospace Structures
  • MAE 205: Computer Methods in Engineering

Ich bin mit allen Kursen sehr zufrieden und finde, dass ich eine gute Mischung habe – nicht nur thematisch, sondern auch methodisch.

In GEOG 450 ist es zum Beispiel sehr interaktiv mit viel Gruppenarbeit und in einem kleineren Klassenraum. Die Businesskurse (MGTM 300 und HRM 450) sind in etwas größeren Hörsälen und mehr Frontalunterrichtstyle. Wobei man dort immer mit Fragen oder In-Class-Activities eingebunden wird. MAE 205 ist ein Laboratory. Heißt wir haben eine Stunde Einführung in das Thema und dann zwei Stunden für Programmieraufgaben. MAE 365 ist wieder eine klassische Vorlesung mit Präsentation des Professors und Rechenaufgaben.

Ein typischer Studientag & Arbeitsaufwand

Meistens habe ich zwei bis drei Vorlesungen pro Tag (je ca. 75 Minuten), mit einem Freiblock dazwischen. Freitags habe ich glücklicherweise frei.

Da meine Vorlesungen oft erst am frühen Vormittag beginnen, nutze ich die Zeit vorher zum Vorbereiten, Uni-Aufgaben erledigen oder um mit Freunden und Familie in Deutschland zu telefonieren. Wenn ich es im Freiblock nicht geschafft habe, gehe ich auch meist nach den Vorlesungen noch in das Fitnessstudio der Uni (SRWC). Das ist super ausgestattet und bietet alles, was das Herz begehrt (Kletterwand, Pool, Basketball- und Volleyballfeldern, viele Geräte, Spinning Kurse, Massagesessions und vieles mehr).

Das Studium hier unterscheidet sich meiner Meinung nach deutlich von Deutschland.

Statt nur einer großen Klausur am Ende gibt es wöchentliche Quizze, Abgaben und Reading Assignments, die alle in die Note einfließen. Zusätzlich gibt es 2–3 Klausuren (1-2 Midterms und Final), die zusammen ca. 60 % der Note ausmachen. Häufig ist auch die Anwesenheit Pflicht und fließt mit ca. 10% in die Note ein.

Klingt erstmal aufwendig und war für mich am Anfang auch ungewohnt. Aber die wöchentlichen Abgaben sind meist kleine Aufgaben (oft nur ein 10–20-minütiges online Multiple-Choice-Quiz). Außerdem ist das ständige am Ball bleiben tatsächlich vorteilhaft, weil man dann für die Klausuren nicht mehr alles auf einmal lernen muss.

Was bei mir auch gut ist, dass sich die Belastung verteilt. Ich habe immer ein Wechsel von stressiger zu entspannter Woche. Somit hab ich immer ein Wochenende mit Lernfokus und das andere Wochenende kann dann für Ausflüge oder spaßige Aktivitäten genutzt werden. Außerdem gibt es Ende November eine Woche „Thanksgiving Break“, die man super für Reisen nutzen kann.

Tipps

  • Rate My Professor nutzen: Auf dieser Plattform kann man Professor*innen und Kurse suchen und Bewertungen von anderen Studierenden lesen. Ich habe meine Kurswahl daran orientiert, was mir sehr geholfen hat. Manche Bewertungen waren allerdings strenger als nötig. Also lieber nur als grobe Orientierung sehen.
  • Die Umgebung ins Lernen einbeziehen: Statt nur in der Bibliothek zu sitzen, nehme ich meine Texte oder Quizze auch mal mit nach draußen z.B. auf den Campusrasen, ins Café oder sogar an den Strand. So nutze ich die Zeit effektiv fürs Studium und kann gleichzeitig Kalifornien genießen.