31.03.2026
Erfahrungsbericht von Linda zum Auslandssemester an der Griffith University
Linda war 2025 für ein Auslandssemester an der Griffith University an der Gold Coast: "Ich kann nicht oft genug betonen, wie dankbar ich für die Erfahrung bin, Dankbar dafür, am Strand gewohnt zu haben und festgestellt zu haben wie es ist, am Meer mit der Sonne aufzuwachen und die ersten Stunden des Tages produktiv genutzt zu haben.."

Universität im Ausland: Griffith University
Universität in Deutschland: Ruhr-Universität Bochum
Studiengang in Deutschland: Sales Management
Belegte Kurse im Auslandssemester:
- Global Advanced Strategy
- Advanced Consumer Behaviour
- The Purpose and Future of Work
Vorbereitung: Erzähle uns von der Vorbereitung deines Auslandssemesters und warum du dich für deine Uni entschieden hast:
Für mich stand eins fest: Bevor ich 2026 fest ins Berufsleben einsteige, möchte ich nochmal für eine längere Zeit nach Australien ziehen, denn dort war ich 2019 nach meinem Abitur und habe mich in das Land verliebt! In Australien zu studieren schien für mich wie ein weit entfernter, unerreichbarer Traum, bis ich von GOstralia!-GOmerica! über Social Media erfahren habe. Eigentlich wollte ich immer nach Sydney, habe mich aber des Wetters wegen für das sonnige Queensland, genauer gesagt Gold Coast, entschieden. Mir war wichtig, dass ich fußläufig den Strand erreichen kann und kilometerlangen Stränden und sonnigen 20-25 Grad im Winter erschien mir Gold Coast dafür goldrichtig! Ende Januar 2025 habe ich Kontakt zu GOstralia!-GOmerica! aufgenommen und zeitnah das Angebot von der Griffith University erhalten, doch dann ging die Arbeit erst richtig los. Ich musste mein WG Zimmer untervermieten, Flüge buchen, die Kurse der Griffith University mit meiner Uni in Deutschland absprechen, eine Auslandskrankenversicherung abschließen, eine Englisch Prüfung absolvieren und eine Kreditkarte beantragen und zu guter Letzt natürlich noch mein Visum beantragen.
Uni und Campus: Wie hat dir die Uni gefallen? Wie waren die Kurse, die du belegt hast? Was hast du sonst auf dem Campus unternommen? Hast du Tipps, wie man am besten andere Studierende kennenlernt?
Ende Juni ging es für mich dann mit zwei großen gepackten Reisetaschen auf nach Australien. Nach einem einwöchigen Trip nach Western Australia kam ich endlich in Gold Coast an. Ich war sofort fasziniert von der Skyline und den endlos langen Stränden. Ich bin bereits eine Woche vor der O-Woche angereist und habe mich in dieser Woche um ein WG Zimmer gekümmert, welches ich über Facebook gefunden habe. Pluspunkt der WG waren die süßen Katzen, die mich morgens liebevoll geweckt haben und sich das ein oder andere Mal um die Spinnen in unserem Haus gekümmert haben.Am 07. Juli 2025 kam ich das erste Mal an der Uni an und war sofort begeistert! Die bunten Farben der Pflanzen und Gebäude und die Vielzahl an Angeboten haben mich sofort überzeugt. In derselben Woche gab es verschiedene Angebote, um andere internationale Studierende kennenzulernen und wir sind Ende der Woche eine große Gruppe geworden. Es gab Speed Dating, eine Campus Tour, viele coole Spiele und zum Abschluss der Woche eine Back to School Party!Die Professoren haben mich sehr herzlich empfangen und sind auf alle Studierende über die Kurszeit hinweg individuell eingegangen. Nicht nur in Bezug auf die Inhalte des Moduls, sondern auch zwischenmenschlich. So habe ich zum Beispiel erfahren, dass zwei meiner australischen Professoren bereits als Gastdozenten an deutschen Universitäten gearbeitet und gelebt haben. Einer der Professoren kannte sogar meine deutsche Studentenstadt Bochum, was in Australien eher selten ist, da die meisten Australier nur München und Berlin und teilweise noch Frankfurt und Hamburg kennen.
Anders als an meiner deutschen Universität, gab es drei Prüfungen in jedem Modul statt einer großen Abschlussklausur zum Ende des Semesters. Demnach war das Arbeitspensum während des Semesters leicht über dem, was man aus Deutschland gewohnt ist. Dafür war ich aber kurz nach Vorlesungsende mit allen Prüfungen durch und musste nicht Tag und Nacht für Klausuren lernen. Alle Module waren spannend gestaltet und ich bin gerne zur Uni gegangen!
Außerdem waren die Prüfungsformate anders als in Deutschland. Zuhause kannte ich nur klassische Klausuren und Hausarbeiten. In dem Modul „The Purpose and Future of Work“ durften wir zu einem Thema unserer Wahl eine Webseite erstellen, YouTube Videos drehen und unsere Hausarbeit so kreativ wie möglich darstellen. Da ich Kreativität liebe, hat sich diese Prüfung kaum nach Stress, sondern nach einer spannenden Herausforderung angefühlt. Mein Stundenplan sah so aus, dass ich montags von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr und donnerstags von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr Vorlesungen hatte, war aber fast jeden Tag an der Uni! Jeden zweiten Dienstag hat ein Kneipenquizz in der Bar der Universität stattgefunden, mittwochs gab es meistens einen Markt vor der Uni Bibliothek, wo man kleine Snacks kaufen und Spiele wie Bogenschießen oder Badminton spielen konnte und jeden Tag zwischen 12:30 Uhr und 13:30 Uhr konnte man sich zu einer kostenlosen Sporteinheit eintragen. Ich war meistens mittwochs beim Krafttraining und freitags beim Yoga. Die Trainerinnen waren absolut genial und mir fehlt einige Monate nach der letzten Trainingseinheit immer noch der Sport! Ich habe es geliebt und sehr geschätzt, so herzlich empfangen worden zu sein, ob von den Professoren, Trainern und natürlich auch von den Komiliton:innen!
Nur 20 Minuten mit dem Bus entfernt ist ein großes Reservat, wo man viele freilebende Kängurus und mit ein wenig Glück auch Koalas sehen kann. Besonders kurz vor dem Sonnenuntergang kann man dort tolle Bilder schießen und einen Spaziergang genießen.
Stadt und Umgebung: Wie hat dir deine Studienstadt gefallen? Erzähle von deinen Reisen am Wochenende oder in der Semester Break.
Nach anfänglichen Zweifeln, ob Gold Coast mit Sydney mithalten kann, muss ich ganz klar sagen, dass Gold Coast der perfekte Ort für ein Auslandssemester in Australien ist! Die traumhaften Strände ziehen sich durch die ganze Stadt, es ist der perfekte Ort für Freizeitparkfans, Café Lovers und für Surfer! Wenn man Lust auf eine andere Großstadt hat, kann man mit dem Zug in einer Stunde den Tag in Brisbane verbringen und am Wochenende zum Surfen oder Delfine und Wale beobachten nach Byron Bay fahren. Gold Coast ist traumhaft, lebendig in Surfers Paradise aber ruhig, im Süden von Gold Coast.
Meine erste Woche in Australien habe ich in Western Australia verbracht und war auf Rottnest Island, was jahrelang auf meiner Bucket List stand. Während des Semesters hatten wir eine Woche frei und diese habe ich, wie einige von meinen Komiliton:innen auch, mit Reisen verbracht. Vom 07. August bis 18. August bin ich nach Cairns geflogen und mit dem Greyhound Bus die Küste runter bis Gold Coast gereist und habe die Klassiker wie den Daintree Rainforest, Magnetic Island, das Great Barrier Reef und die Whitsundays gesehen! Es war einer der besten Wochen meines Lebens und es war jeden Cent wert! Auf Green Island habe ich neben Schildkröten und Haien getaucht, auf Magnetic Island Wallabies gefüttert und Koalas so nah gesehen, dass ich diese hätte streicheln können und den Anblick der Whitsundays werde ich nie wieder vergessen! Nach dem Semester bin ich nach Melbourne gereist, hauptsächlich um die Great Ocean Road zu bereisen und meine letzten Tage habe ich in Sydney verbracht. Dort habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt, denn in Deutschland bin ich leidenschaftliche Contemporary und Lyrical Tänzerin und wollte unbedingt eine Tanzstunde in der berühmten Tanzschule „Sydney Dance Company“ nehmen und habe dies auch gemacht. Es war eines der besten Momente meines Auslandssemesters, mit Blick auf die Habour Bridge zu trainieren!
Fazit: Erzähle uns von den Erfahrungen, die du in deinem Auslandssemester gemacht hast und wie es dich in deiner persönlichen Entwicklung weiter gebracht hat.
Ich schreibe diesen Blogbeitrag ungefähr drei Monate, nachdem ich wieder in Deutschland angekommen bin und habe mich bereits wieder eingelebt und gehe meinem Alltag nach. Aber ich kann nicht oft genug betonen, wie dankbar ich für die Erfahrung bin. Dankbar dafür, am Strand gewohnt zu haben und festgestellt zu haben wie es ist, am Meer mit der Sonne aufzuwachen und die ersten Stunden des Tages produktiv genutzt zu haben. Zudem freue ich mich, über Social Media Menschen aus aller Welt zu verfolgen, mit denen ich vor wenigen Wochen noch in derselben Vorlesung saß. Ich habe über die knapp fünf Monate in Australien so viele Eindrücke gesammelt, dass ich mich jeden Tag an andere schöne Momente erinnere. Natürlich hat sich auch mein Englisch verbessert und ich musste beinahe täglich kleine Herausforderungen meistern, aber ich glaube, dass diese Erfahrung insbesondere das Selbstbewusstsein stärkt und die eigene Ausstrahlung für immer verändert.
Sonstiges: Hast du uns noch mehr zu berichten? Wir freuen uns über jede Story.
Mein wichtigster Tipp ist, dass man sich auf das Leben dort einlässt, möglichst oft ans Meer geht und das macht, was man in Deutschland nicht machen kann. Wenn man sich es leisten kann, sollte man sich dort vollkommen auf das Semester und die Aktivitäten außerhalb der Uni konzentrieren. Nehmt so viele Sonnenaufgänge mit, denn diese sind in Australien magisch, passt euch der Frühaufsteher Kultur an, denn sonst verpasst ihr die beste Zeit des Tages und das sage ich, die es absolut hasst, früh aufzustehen!








