22.09.2025
Meine ersten Tage in Auckland - Ankunft und Orientation an der Uni
Nach einem ziemlich langen Flug - ganzen 25h - bin ich am Freitag vor Beginn der Orientierungswoche in Auckland angekommen. Das war eine gute Entscheidung, denn so konnte ich dem Jetlag wenigstens ein bisschen entgegenwirken.
Am nächsten Morgen habe ich dann mein neues Viertel rund um St. Heliers und die Mission Bay erkundet. Das Wetter war traumhaft, sonnig und warm - wobei man in Neuseeland die Sonnenintensität wirklich nicht unterschätzen sollte (auf jeden Fall Sonnencreme einpacken und auftragen)! Ein gemütlicher Spaziergang entlang der Küste hat mir direkt das Gefühl gegeben, am anderen Ende der Welt angekommen zu sein. Am Montag ging es dann auf den Mount Eden - ein erloschener Vulkan mitten in der Stadt. Von dort hat man eine fantastische Aussicht auf Auckland, den Hafen und die Insel Rangitoto vor der Stadt. Ein toller Ort, um sich einen Überblick zu verschaffen - im wahrsten Sinne.
Am Dienstag startete dann der offizielle Orientation Day an der AUT. Los ging es um 8 Uhr mit einer allgemeinen Einführung, gefolgt von einem Powhiri, dem traditionellen Willkommensritual der Māori. Es war ein sehr besonderer Moment, Teil dieses kulturellen Empfangs zu sein. Im Anschluss gab es verschiedene Info-Sessions: zum Uni-System, zur Kurswahl, zur digitalen Plattform „Canvas“ und zu Kultur und Alltag in Neuseeland. Meine Student ID habe ich auch gleich abgeholt. Besonders hilfreich: Es waren jederzeit Ansprechpersonen vor Ort, die uns weitergeholfen und auch gerne den Weg zu den richtigen Räumen gezeigt haben. Im Foyer waren verschiedene Vertreter der Studierendenvertretung und Clubs - eine super Gelegenheit, erste Kontakte zu knüpfen. Am Nachmittag gab es noch ein spezielles Treffen für Austauschstudierende - eine sehr hilfreiche Veranstaltung, denn alle waren in einer ähnlichen Situation und auch sehr offen dafür, neben dem Studium so viel wie möglich vom Land zu sehen. Die Koordinatoren haben einem hier auch noch einmal ganz viele Tipps für die Zeit in Neuseeland mit auf den Weg gegeben.
In den nächsten Tagen habe ich mit einigen Austauschstudierenden weitere Teile Aucklands erkundet: Besonders schön ist das Kauri Glen Reserve auf der North Shore. Mein Tipp: Die Fähre zurück ins Stadtzentrum nehmen - die Aussicht auf die Skyline ist wirklich ein tolles Fotomotiv! Auch die Auckland Art Gallery ist einen Besuch wert - der Eintritt ist sogar kostenlos.
Bevor das Semester offiziell begann, habe ich mir noch einen kleinen Traum erfüllt: Eine Bustour zu den Waitomo Caves (mit ihren bläulich leuchtenden Glühwürmchen) und nach Hobbiton - dem Filmset aus „Der Herr der Ringe“. Als Fan ist das auf jeden Fall ein Must-do.
Dann ging es auch schon los mit den ersten Vorlesungen. Die Auckland University of Technology (AUT) hat rund 29.000 Studierende - deutlich mehr als meine Uni in Deutschland. Trotzdem verläuft sich alles gut, da es drei Campusbereiche gibt (City, North, South). Alle meine Kurse finden am zentral gelegenen City Campus statt - mitten in der Innenstadt und damit super erreichbar. Was mir sofort positiv auffiel: Die Organisation. Auf Canvas waren von Anfang an alle Kursinformationen, Deadlines und Prüfungsformen übersichtlich dargestellt. In den Veranstaltungen selbst wurde großen Wert auf Interaktion gelegt - sowohl mit den Lehrenden als auch untereinander. Hier ist es zudem eher üblich, während des Semesters Abgaben zu haben, anstatt einer Klausur am Ende
Meine Tipps für den Start ins Studium in Neuseeland:
- Checkt vorher alle Info-Mails der Uni: So wisst ihr schon vor dem ersten Tag, was euch erwartet - und wo ihr hinmüsst.
- Fragt nach, wenn ihr etwas nicht wisst: Die Leute hier sind super freundlich und hilfsbereit - wirklich!
- Geht aktiv auf andere zu: Viele sind ebenfalls neu, unsicher oder allein - man freut sich hier über jede Kontaktaufnahme.
- Nehmt an den jeweiligen Infoveranstaltungen teil, besonders denen, die extra für Austauschstudierende gedacht sind.
- Die Uni hat ein tolles Angebot, was Clubs und Aktivitäten angeht – vielleicht ist zwischen dem Outdoor-, Buch- oder Investmentclub ja auch was für euch dabei?
- Lasst euch nicht stressen: Wenn nicht gleich alles klappt oder man anfangs noch keine festen Kontakte hat, ist das völlig okay. Seid offen, bleibt neugierig - die besten Begegnungen passieren oft ganz zufällig.












