08.09.2025
Erfahrungsbericht von Laura zum Auslandssemester an der Edith Cowan University
Laura war 2025 für ein Auslandssemester an der Edith Cowan University. "Schon nach zwei Monaten fühlte sich Perth für mich an wie Zuhause, und ich weiß, dass die Stadt für immer einen Platz in meinem Herzen haben und für immer ein Zuhause für mich sein wird. Ich werde definitiv nochmal zurückkommen!"

Universität im Ausland: Edith Cowan University
Universität in Deutschland: FH Dortmund
Studiengang in Deutschland: Kommunikationsdesign
Belegte Kurse im Auslandssemester:
- Design Studies
- Film Photography & Darkroom Practices
- Personal and Professional Planning
- Printmaking & Artists Books
Vorbereitung: Erzähle uns von der Vorbereitung deines Auslandssemesters und warum du dich für deine Uni entschieden hast
Ich habe mich für Perth entschieden, da ich mein Auslandssemester gern in einem Land außerhalb Europas machen wollte und ich schon immer mal nach Australien wollte. Für die ECU habe ich mich entschieden, da sie viele interessante Kurse im Design-Bereich anbietet und ich schon online gesehen habe, dass sie eine tolle Ausstattung an Studios und Ateliers hat.
Da Australien aber natürlich nicht gerade das günstigste Land zum Studieren ist, habe ich mich für ein Stipendium des DAAD beworben. Nachdem ich im zweiten Anlauf dann die Zusage für die Förderung erhalten habe, begann ich direkt mit den Vorbereitungen. Bei diesen hat mich GOstralia!-GOmerica! von A bis Z perfekt unterstützt und war bei allen Fragen und Problemen für mich da.
Visum: Als Student*in für Australien beantragt man das Subclass 500. Dafür sollte jedoch einiges an Zeit eingeplant werden, da viele Unterlagen benötigt werden. Bei allem hat aber GoStralia sehr gut unterstützt. Mit diesem Visum darf man übrigens noch einen weiteren Monat nach Semesterende im Gastland bleiben.
ECU: Das Einschreiben an der Uni war sehr unkompliziert. Dabei habe ich zusätzlich zu den Semestergebühren auch direkt die Kosten für die Krankenversicherung mit an die Uni geschickt. Das Überweisen nach Australien war auch einfacher als gedacht. Bei kleinen technischen Problemen bei der Kurswahl konnte mir durch die ECU direkt geholfen werden und auch bei anderen Anliegen und Fragen war immer jemand für mich da.
Wohnen: Meine Unterkunft habe ich schnell gefunden: im Studentenwohnheim direkt am Mount Lawley Campus. Ich habe mich für ein Apartment entschieden, in dem ich mein eigenes Zimmer hatte und das ich mir mit 4 weiteren Studentinnen teilte. Dies kostete mich umgerechnet ca. 630€ pro Monat. In anderen Stadtteilen würde man auch etwas günstiger wohnen können, aber ich habe gern etwas mehr gezahlt und dafür direkt am Campus gelebt.
Uni und Campus: Wie hat dir die Uni gefallen? Wie waren die Kurse, die du belegt hast? Was hast du sonst auf dem Campus unternommen? Hast du Tipps, wie man am besten andere Studierende kennenlernt?
Der Mount Lawley Campus der ECU ist sehr zentral gelegen, mit dem Bus ist man in 15 Minuten in der Innenstadt. Zum Scarborough Beach (meinem Lieblingsstrand) sind es 50 Minuten. Mein Studienfach Kommunikationsdesign wird in dieser Form an der ECU nicht angeboten. Da an meiner Heimathochschule jedoch Interdisziplinarität einen großen Stellenwert hat, konnte ich in Perth breit gefächerte Kurse aus verschiedenen Disziplinen belegen. Ich habe mich bewusst für Fächer entschieden, die es so an der FH Dortmund nicht gibt, um mich auch außerhalb meines regulären Studienplans weiterzuentwickeln. So belegte ich die Kurse Printmaking, Film Photography, Design Studies und Personal & Professional Planning.
Was mich von Anfang an beeindruckt hat, war die Ausstattung der ECU. Die Studios und Ateliers waren riesig und sehr modern. In diesen konnten wir auch außerhalb des Unterrichts an unseren Projekten weiterarbeiten. Im Fotolabor konnten wir unsere analogen Filme eigenständig entwickeln, was für mich eine komplett neue Erfahrung war. Das gesamte Equipment, das wir dafür benötigten, konnten wir uns ganz unkompliziert im Media Store auf dem Campus ausleihen. Auch im Bereich Design Studies hatten wir Zugang zu Lasercuttern, 3D-Druckern und einem großen Computer Hub mit Apple Macs.
Die gesamte Technik war auf dem neuesten Stand und auch die Betreuung durch die Dozierenden war wirklich erstklassig – sehr hilfsbereit, persönlich und unterstützend. Anfangs fiel es mir trotzdem nicht ganz leicht, dem schnellen Tempo im Unterricht sprachlich zu folgen. Obwohl mein Englisch schon vor dem Aufenthalt gut war, musste ich mich an die Dynamik im Kurs erst gewöhnen. Nach ein paar Wochen lief das aber problemlos und meine Sprachkenntnisse haben sich dadurch nochmal deutlich verbessert.
Da mein Wohnheim direkt neben dem Campus war, habe ich auf dem Campus selbst nicht so viel unternommen, ich habe mehr Zeit im Student Village verbracht. Dort zu wohnen hat mir auch die Freunde-Suche sehr erleichtert. Eine sehr gute Freundin, mit der ich alle Höhen und Tiefen des Semesters erlebt und geteilt habe, konnte ich direkt schon an meinem ersten Tag kennenlernen , meine Mitbewohnerin! Und auch durch das Leben im Studentenwohnheim war es sehr einfach, viele Kontakte zu knüpfen, da dort viele Freizeitaktivitäten geplant wurden. Jeden Monat gab es einen neuen Kalender mit den Aktivitäten des Monats. Jeden Montag gab es Eis, Donnertstags Pancake Night, Karaoke, Sportaktivitäten, Kreativnachmittage, BBQ und und und…
Durch das Pre Departure Seminar von GOstralia!-GOmerica! hat sich außerdem schon vor Abflug eine WhatsApp-Gruppe gebildet, mit der wir uns direkt in der ersten Woche am Campus persönlich getroffen haben. Auch dadurch konnte ich schnell Freunde finden, die sich durch’s Semester gehalten haben!
Stadt und Umgebung: Wie hat dir deine Studienstadt gefallen? Erzähle von deinen Reisen am Wochenende oder in der Semester Break.
Perth und insgesamt Westaustralien haben viel zu bieten. Weitere Lieblingsorte in Perth, an denen ich in meinem Alltag viel Zeit verbracht habe, waren der Kings Park, Fremantle, und Elizabeth Quay. Und zwei weitere Tipps: Yo-Chi und Sushi Hub! In Perth gibt es zwar keine Straßen- oder U-Bahnen, aber das Busnetz innerhalb der Stadt ist sehr gut ausgebaut. Innerhalb den CBD (Central Business District) kann man die Busse sogar kostenlos nutzen! Zusätzlich gibt es Züge, die zum Beispiel zu Flughafen, zum Joondalup Campus oder nach Fremantle fahren. Die Studentenkarte der ECU benutzt man hier auch als Smartrider-Karte für Bus und Bahn.
Die beste Zeit hatte ich definitiv auf meinen beiden Roadtrips. Das kann ich am allermeisten empfehlen! Den ersten habe ich in der Semester Break im März in 6 Tagen nach Esperance gemacht. Die Highlights auf dieser Strecke waren Margaret River, die unfassbar schönen Strände (Wharton Bay, Hellfire Bay, Twilight Beach) und der Wave Rock. Der zweite Roadtrip im Juni ging 10 Tage in den Norden bis nach Exmouth. Dort kann ich mich garnicht auf wenige Highlights begrenzen, da Westaustralien so viel zu bieten hat! Was mir aber besonders gefallen hat, waren der Kalbarri Nationalpark, Monkey Mia, Shell Beach, die Lancelin Dunes und Coral Bay. Highlight Nummer 1 war aber definitiv das Schnorcheln am Ningaloo Reef, die kleine Schwester vom Great Barrier Reef. Es ist mindestens genauso schön, aber viel weniger touristisch. Hier haben wir Fische in allen Farben, Seesterne, Stachelrochen, und riesige Tintenfische gesehen!
Fazit: Erzähle uns von den Erfahrungen, die du in deinem Auslandssemester gemacht hast und wie es dich in deiner persönlichen Entwicklung weiter gebracht hat.
Meine Kurse haben sehr stark dazu beigetragen, dass ich fachlich viel Neues lernen konnte und nun auch viele kreative Impulse mitnehmen kann, die mein Studium zu Hause definitiv bereichern werden. Aber hauptsächlich auf persönlicher Ebene hat der Aufenthalt in Perth so viel mit mir gemacht und mir unglaublich bei meiner persönlichen Weiterentwicklung geholfen. Auch mein Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen sind durch diese Zeit sehr stark gewachsen – nicht nur durch den Unterricht, sondern durch die gesamte Erfahrung.
Schon nach zwei Monaten fühlte sich Perth für mich an wie Zuhause, und ich weiß, dass die Stadt für immer einen Platz in meinem Herzen haben und für immer ein Zuhause für mich sein wird. Ich werde definitiv nochmal zurückkommen!
Ich gebe ehrlich zu, dass ich vorher wirklich Respekt vor der Erfahrung hatte und nicht wusste, wie das werden soll – ganz allein in einem fremden Land, in einer Großstadt, und ob es überhaupt einfach wird, Freunde zu finden. Jetzt im Nachhinein war es die beste Zeit meines Lebens. Ich konnte so viel für mich persönlich lernen, traue mir selbst jetzt sehr viel mehr zu als vorher und habe so viel Selbstvertrauen dazugewonnen!
Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, Australien oder ein anderes weiter entferntes Land für einen Auslandsaufenthalt zu wählen. Man wächst über sich hinaus, findet ganz besondere Freundschaften und nimmt so viel mit, dass man noch lange davon zehren kann.
Ein Tipp: Versuch nicht, in so wenig Zeit wie möglich so viel wie möglich zu machen. Ich verstehe total, dass man am liebsten alles von Australien sehen will, wenn man schon mal da ist – aber es ist so viel wert, die Orte, an denen man ist, wirklich zu genießen und mit jeder Faser des Körpers aufzusaugen.





