20.08.2026
Erfahrungsbericht von Kay zum Auslandssemester an der RMIT University Vietnam
Kay war 2026 für ein Auslandssemester an der RMIT University Vietnam in Ho-Chi-Minh-City. "Insgesamt hat mich das Auslandssemester vor allem menschlich weitergebracht. Ich würde die Entscheidung dafür jederzeit wieder treffen."

Universität im Ausland: RMIT University Vietnam
Universität in Deutschland: DHBW Stuttgart
Studiengang in Deutschland: Business
Belegte Kurse im Auslandsemester:
- BUSM2575 Business in Society
- BUSM4188 Leadership
- BUSM4570 Facilities Management & Development
Vorbereitung: Erzähle uns von der Vorbereitung deines Auslandssemesters und warum du dich für deine Uni entschieden hast.
Die Vorbereitung auf mein Auslandssemester an der RMIT war ein wenig Aufwand verbunden und erstreckte sich über mehrere Monate. Hierbei lohnt es sich, frühzeitig mit der Planung zu starten.
Für den Nachweis meiner Englischkenntnisse habe ich den Sprachtest über den DAAD gemacht, der für DHBW-Studierende kostenlos ist. Der Test war gut machbar und bestand im Wesentlichen aus einem kurzen Gespräch, in dem man zeigt, dass man die englische Sprache sicher beherrscht.
Für das Learning Agreement musste ich etwas mehr Zeit einplanen, da zunächst geklärt werden musste, welche Kurse an der RMIT sich mit welchen Modulen an der DHBW anrechnen lassen. Dies erforderte Abstimmung mit der Studiengangsleitung und hat dementsprechend einige Zeit in Anspruch genommen.
Auch bei den Impfungen lohnt es sich, frühzeitig zu planen, da manche Impfungen, wie zum Beispiel gegen Tollwut oder japanische Enzephalitis, in mehreren Terminen über einen längeren Zeitraum verabreicht werden. Zusätzlich sind Impfungen gegen Hepatitis und Typhus empfehlenswert. Ich habe mich dazu im Tropeninstitut in Tübingen beraten lassen, wo gemeinsam ein individueller Impfplan erstellt wurde.
Für das Visum erhält man von der Universität ein offizielles Einladungsschreiben zugeschickt. Mit diesem sowie einem Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist, kann man persönlich beim vietnamesischen Konsulat in Frankfurt vorstellig werden. Alternativ lässt sich der gesamte Antrag auch postalisch einreichen. Dabei muss lediglich darauf geachtet werden, dass die Visagebühr in Höhe von 150 Euro in bar in einem Briefumschlag mitgeschickt wird.
Uni und Campus: Wie hat dir die Uni gefallen? Wie waren die Kurse, die du belegt hast? Was hast du sonst auf dem Campus unternommen? Hast du Tipps, wie man am besten andere Studierende kennenlernt?
Die RMIT University Vietnam hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Der Campus ist groß, modern und bestens ausgestattet. Überall auf dem Gelände gibt es zahlreiche Lernbereiche und Rückzugsorte, sodass man je nach Bedarf einen ruhigen Platz zum Lernen oder einen Ort für Gruppenarbeiten findet. Auch abseits des Studiums bietet der Campus einiges, etwa ein eigenes Gym sowie Fußball-, Basketball- und Tennisplätze.
Von den drei belegten Kursen war besonders BUSM2575 – Business in Society hervorzuheben, dessen Vorlesung sehr gut vorbereitet und verständlich vermittelt wurde. Inhaltlich ging es dabei um das Spannungsfeld zwischen Unternehmen und Gesellschaft, etwa Nachhaltigkeit, Unternehmensethik und die Rolle von Konsumentinnen und Konsumenten, veranschaulicht anhand realer Fallstudien. Auch BUSM4188 – Leadership and Decision Making und BUSM4570 – Facilities Management and Development haben inhaltlich gut zu meinem fachlichen Hintergrund gepasst, insbesondere Letzterer mit seinem Bezug zu Gebäudeverwaltung und Facilities Management.
Neben dem Studium habe ich viel Zeit auf dem Campus verbracht, unter anderem im großen Food Court, der ein beliebter Treffpunkt für Studierende ist. Wer an der RMIT Vietnam neue Kontakte knüpfen möchte, dem kann ich die zahlreichen Freizeitangebote der Uni empfehlen, zum Beispiel Volleyball oder das campusinterne Fußballturnier. Solche Aktivitäten bieten einen unkomplizierten Einstieg, um mit anderen Studierenden ins Gespräch zu kommen, gerade weil man dort automatisch mit Leuten aus verschiedenen Ländern in Kontakt kommt.
Stadt und Umgebung: Wie hat dir deine Studienstadt gefallen? Erzähle von deinen Reisen am Wochenende oder in der Semester Break.
Ho-Chi-Minh-Stadt hat mir als Studienstadt richtig gut gefallen. Die Menschen dort sind überaus freundlich und hilfsbereit, das Essen ist hervorragend und die Stadt lässt sich dank Grab, der lokalen Fahrdienst-App, unkompliziert und günstig erkunden. Egal wohin man wollte, man kam schnell und einfach von A nach B.
Neben dem Alltag in Ho-Chi-Minh-Stadt blieb während des Studiums auch genügend Zeit, um Land und Region zu bereisen. Innerhalb Vietnams habe ich unter anderem Hanoi, die Ha-Giang-Loop, Ninh Binh sowie Da Nang und Da Lat besucht, teils allein und teils in größeren Gruppen mit anderen Austauschstudierenden. Ein persönliches Highlight war Phu Quoc, eine wunderschöne Insel mit traumhaften Stränden, die sich perfekt für ein entspanntes Wochenende eignet.
Auch über Vietnam hinaus habe ich die Zeit genutzt, um weitere Länder in der Region kennenzulernen. So habe ich einen längeren Trip nach Kambodscha unternommen, der sich auf jeden Fall gelohnt hat, sowie Reisen nach China, Malaysia und Hongkong gemacht. Insgesamt zeigt sich, dass neben dem Studium durchaus genug Freiraum bleibt, um während des Semesters einige der spannendsten Orte und Sehenswürdigkeiten der Region zu erkunden.
Fazit: Erzähle uns von den Erfahrungen, die du in deinem Auslandssemester gemacht hast und wie es dich in deiner persönlichen Entwicklung weiter gebracht hat.
Mein Auslandssemester hat sowohl meine akademischen als auch meine persönlichen Erwartungen erfüllt. Das Studium an der RMIT war anspruchsvoll und sehr praxisnah, wodurch ich viele neue Perspektiven auf Management, Teamarbeit und Problemlösung gewinnen konnte. Gleichzeitig hat mich das Leben in Vietnam auch persönlich stark geprägt.Der Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen hat meinen Blick auf viele Dinge erweitert und mir mehr Offenheit, Gelassenheit und Selbstständigkeit vermittelt. Durch das Leben in einem neuen Umfeld habe ich gelernt, mich schneller auf ungewohnte Situationen einzulassen und neuen Herausforderungen mit mehr Vertrauen zu begegnen.Besonders wertvoll waren für mich die vielen Begegnungen mit internationalen Studierenden sowie die gemeinsamen Erlebnisse während des Semesters. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie bereichernd interkultureller Austausch sein kann. Insgesamt war das Auslandssemester eine prägende Zeit, die mich sowohl fachlich als auch persönlich weiterentwickelt hat und mir viele unvergessliche Erinnerungen mitgegeben hat.
Fazit: Erzähle uns von den Erfahrungen, die du in deinem Auslandssemester gemacht hast und wie es dich in deiner persönlichen Entwicklung weiter gebracht hat.
Mein Auslandssemester an der RMIT University Vietnam war eine der besten Erfahrungen meines Studiums. Fachlich haben mir die drei Kurse gut gefallen, vor allem weil sie inhaltlich zu meinem Schwerpunkt im technischen Gebäudemanagement gepasst haben. Mindestens genauso viel habe ich aber persönlich mitgenommen.
Das Leben in einem fremden Land, ohne Familie und gewohntes Umfeld, hat mich selbstständiger gemacht. Wohnungssuche, Alltag und Reisen musste ich alles selbst organisieren, das gibt einem am Ende mehr Sicherheit im Umgang mit neuen Situationen. Auch mein Englisch hat sich verbessert, weil ich es im Studium und im Alltag ständig gebraucht habe.
Durch den Kontakt zu Studierenden aus vielen verschiedenen Ländern bin ich außerdem offener geworden, was neue Leute und andere Kulturen angeht. Die Reisen innerhalb Vietnams und in die Nachbarländer haben dazu noch beigetragen.
Insgesamt hat mich das Auslandssemester vor allem menschlich weitergebracht. Ich würde die Entscheidung dafür jederzeit wieder treffen.






