29.12.2025

Jules Erfahrungsbericht zum Auslandssemester an der Victoria University of Wellington

Jule war 2025 für ein Auslandssemester an der Victoria University of Wellington. "Ich bin super stolz, dass ich mein Auslandssemester auf der anderen Seite der Welt gemacht habe. Es ist zwar immer noch unvorstellbar, wie weit weg es wirklich ist, aber es hat sich absolut gelohnt. Zu Beginn war es für mich die größte Hürde, auf Englisch zu studieren aber selbst das habe ich super gemeistert. Ich würde sogar sagen, dass ich mein Englisch deutlich verbessert habe." 

Universität im Ausland: Victoria University of Wellington

Universität in Deutschland: Technische Hochschule Ostwestfalen Lippe Detmold 

Studiengang in Deutschland: Architektur

Belegte Kurse im Auslandssemester:

  • Design Communication /  Te Whakarākei me te Mahi Ngātahi
  • Seeing Architecture through Photography / Te Kitenga o te Hoahoa Whare mā te Whakaahua
  • SARC 216 Mātauranga Māori and the Built and Natural Environment I / Hanga Taiao he Kākāno 

Vorbereitung: Erzähle uns von der Vorbereitung deines Auslandssemesters   

An unserer Universität in Detmold ist im 5. Semester der Regelstudienzeit ein Auslandssemester oder ein Bürosemester vorgesehen. Für mich persönlich war relativ schnell klar, dass ich das Auslandssemester machen möchte. Ich hatte vor dem Studium bereits eine Ausbildung als Bauzeichnerin abgeschlossen und dementsprechend schon gute drei Jahre Berufserfahrung in der Branche.
So stellte sich nur noch die Frage: Wohin soll es gehen?

Ich habe mir zunächst die Partnerhochschulen angeschaut, doch diese haben mich nicht ganz überzeugt. Mir war es besonders wichtig, in ein englischsprachiges Land zu kommen und zwar eines mit gutem Wetter. Da das Auslandssemester bei uns von September bis Februar geht, stellte sich schnell heraus, dass Neuseeland eine super Option wäre. Dort beginnt der Sommer, wenn bei uns Winter ist. Außerdem ist die Infrastruktur gut, die Kriminalität gering und die allgemeinen Lebensstandards sind ähnlich wie in Deutschland. Dazu kommt die wunderschöne Natur und die herzliche, offene Art der Einwohner*innen.
Da ich den Aufenthalt gemeinsam mit zwei Freundinnen geplant habe, haben wir uns regelmäßig getroffen, um alles zu organisieren. Wir haben uns schon relativ früh mit der Planung auseinandergesetzt.
Ungefähr Ende Februar haben wir uns an der Universität beworben. Für die Bewerbung brauchte man ein Sprachzertifikat. Dieses wurde an unserer Hochschule angeboten, sodass das schnell erledigt war. Außerdem benötigt man typischerweise einen Lebenslauf, ein Bewerbungsschreiben und weitere Unterlagen zum Nachweis der Heimatuniversität.
Auch organisatorische Dinge wie Stipendienanträge haben wir parallel erledigt, dabei muss man allerdings relativ früh dran sein.
Nach der Zusage gab es noch ein paar Dinge zu klären: Studiengebühren zahlen, einen Termin bei der Hausärztin oder dem Hausarzt machen, um Impfungen aufzufrischen, und natürlich den Koffer packen.

 

Uni und Campus: Wie hat dir die Uni gefallen? Wie waren die Kurse, die du belegt hast? Was hast du sonst auf dem Campus unternommen? Hast du Tipps, wie man am besten andere Studierende kennenlernt?    

In Wellington angekommen, hatten wir direkt am nächsten Tag Uni-Start. Da wir leider nicht zur Ersti-Woche anreisen konnten, unsere Heimatuniversität hatte sich zeitlich mit Wellington überschnitten und wir hatten noch Prüfungen, ging es sofort los. Dadurch kannten wir anfangs niemanden und sind einfach direkt in den ersten Unterricht gegangen.

Der erste Tag begann mit Design Communication.
Der Kurs bestand aus ca. 100 Studierenden, die in Gruppen zu je etwa 10 Personen aufgeteilt waren. Zunächst gab es immer eine kurze „Vorlesung“, und anschließend erklärten die Tutor*innen, was wir in der Stunde machen sollten. Der Kurs war sehr interaktiv, sodass man schnell andere Studierende kennengelernt hat. Es gab wöchentliche kleine Hausaufgaben, wodurch man gut am Ball blieb und am Ende des Semesters nicht plötzlich alles auf einmal erledigen musste.

Der zweite Kurs war Fotografie.
Hier haben wir gelernt, wie man mit einer Kamera umgeht. Es gab wöchentlich eine Vorlesung und danach eine kleine Aufgabe mit Abgabe. So hatte man viel Kontakt zu den Tutor*innen und auch die Studierenden konnten sich gut untereinander austauschen.

Der dritte Kurs war Mātauranga Māori.
Das war der anspruchsvollste Kurs – aber ich habe dort mit Abstand am meisten gelernt. Wir haben die Kultur der Māori und der Neuseeländer*innen besser kennengelernt und verstanden. Wir haben Designstrategien der Māori-Kultur untersucht und am Ende ein eigenes Gebäude entworfen. Der Kurs bestand aus vier Abgabeteilen. Es war auf jeden Fall machbar, aber sehr zeitintensiv: Recherche, Modellbau und Konstruktion.
Durch das Studium habe ich ganz liebe Freund*innen kennengelernt, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Es gab von der Uni auch Angebote für internationale Studierende, doch dazu bin ich leider nicht gekommen. 

Blick auf Wellington Neuseeland

Stadt und Umgebung: Wie hat dir deine Studienstadt gefallen? Erzähle von deinen Reisen am Wochenende oder in der Semester Break.     

Die Stadt Wellington hat mir zum Studieren unglaublich gut gefallen. Es ist eine sehr herzliche, offene und bunte Stadt. Es gibt viele Second Hand Läden, Cafés und Shoppingmöglichkeiten. Obwohl Wellington eine große Stadt ist, gibt es zahlreiche ruhige Orte zum Zurückziehen, wie den Botanischen Garten, der war ganz in der Nähe meiner Unterkunft.
Auch das Independent Living kann ich sehr empfehlen. Ich bin in einem kleinen Haus untergekommen und habe dort mit fünf anderen zusammen gewohnt. Eine perfekte Größe. Außerdem hatten wir einen kleinen Garten, in dem wir im Sommer unsere Wäsche aufhängen konnten. Die Cable Car war ganz in der Nähe. Mit der sind wir oft ins Stadtzentrum (Central Business District) gefahren.
Ich würde sagen, Wellington hat alles, was eine schöne Stadt braucht. Für mich persönlich ist es sogar meine Lieblingsstadt in ganz Neuseeland geworden. Es hat sich fast wie Zuhause angefühlt. 

 

Fazit: Erzähle uns von den Erfahrungen, die du in deinem Auslandssemester gemacht hast und wie es dich in deiner persönlichen Entwicklung weiter gebracht hat. 

Ich bin super stolz, dass ich mein Auslandssemester auf der anderen Seite der Welt gemacht habe. Es ist zwar immer noch unvorstellbar, wie weit weg es wirklich ist, aber es hat sich absolut gelohnt.
Zu Beginn war es für mich die größte Hürde, auf Englisch zu studieren aber selbst das habe ich super gemeistert. Ich würde sogar sagen, dass ich mein Englisch deutlich verbessert habe.
Auch mich in einem völlig neuen Land zurechtzufinden, fiel mir überraschend leicht. Ich habe mich schnell wohlgefühlt und das Leben in Wellington sehr genossen.
Durch das Auslandssemester bin ich persönlich weiter gewachsen – und habe jetzt noch viel mehr Lust bekommen, die ganze Welt zu entdecken. 

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