02.07.2026
Erfahrungsbericht von Jolanda zum Auslandssemester an der Murdoch University
Jolanda war 2026 für ein Auslandssemester an der Murdoch University und hat währenddessen mit einem Wohnheimstipendium im Murdoch Village gewohnt. "Mein Auslandssemester hat mich in meiner persönlichen Entwicklung echt weitergebracht. Ich bin viel offener geworden und habe viele neue Leute und Kulturen kennengelernt. Außerdem haben sich meine Sprachkenntnisse sehr verbessert."

Universität im Ausland: Murdoch University
Universität in Deutschland: Humboldt-Universität zu Berlin
Studiengang in Deutschland: Chemie
Belegte Kurse im Auslandsemester:
- Introduction to Forensic Science
- Criminology in Context
- Hot Topics in Indigenous Australia
Vorbereitung: Erzähle uns von der Vorbereitung deines Auslandssemesters und warum du dich für deine Uni entschieden hast
Ich wollte unbedingt ein Auslandssemester in Australien machen. Bei der Recherche im Internet zur Organisation eines Auslandssemesters bin ich auf GOstralia!-GOmerica! gestoßen. Ich habe an einer Online-Infoveranstaltung teilgenommen und mir anschließend die Universitäten in Australien angeschaut. Am besten hat mir die Murdoch Universität gefallen. Sowohl die Kursauswahl als auch die Bilder vom Campus haben mich überzeugt.
Während der Bewerbung und später bei der Vorbereitung hatte ich einige Fragen. Meine E-Mails wurden innerhalb kurzer Zeit beantwortet. Deshalb war die Vorbereitung nicht schwer.
Uni und Campus: Wie hat dir die Uni gefallen? Wie waren die Kurse, die du belegt hast? Was hast du sonst auf dem Campus unternommen? Hast du Tipps, wie man am besten andere Studierende kennenlernt?
Der Campus der Murdoch Universität liegt südlich von Perth. Mit der Bahn und Bus ist man schnell in der Stadt oder an einem der vielen Strände von Perth. Auf dem Campus kann man alles zu Fuß erreichen. Der Campus hat viele Grünflächen, auf denen man gut zum Lernen oder mit Freunden sitzen kann. Außerdem gibt es mehrere Essensmöglichkeiten, ein Gym und viele weitere Aufenthaltsorte. Wenn man irgendwelche Fragen oder Probleme hat, gibt es viele Möglichkeiten Hilfe zu bekommen.
Das Kursangebot ist sehr groß und vielfältig. Daher fiel es mir schwer mich zu entscheiden, da viele Kurse interessant klangen. Am Ende habe ich drei Kurse gewählt:
Der erste Kurs „Criminology in Context“ war ein Einführungskurs über Kriminologie. Die Verlesung war online und es gab jede Woche ein Tutorium, in dem die Themen dann diskutiert wurden. Nach dem Kurs hatte ich einen guten Überblick über Kriminologie im allgemeinem und mit Aspekten, die spezifisch für Australien sind.
Der zweite Kurs war „Hot Topics in Indigenous Australia“. Der Kurs hatte wöchentlich eine Vorlesung mit anschließendem Tutorium. In dem Kurs wurde über viele Themen diskutiert, die für indigene Australier wichtig sind. Deshalb konnte man die Leute aus dem Kurs sehr gut kennen lernen. Der Kurs gab mir viele interessante Einblicke in die Kultur Australiens. Manchmal fehlte mir der Hintergrund für die Themen, da diese in deutschen Medien nicht gezeigt werden. Die Kommilitonen und die Lehrpersonen waren aber super nett und erklärten mir und den anderen internationalen Studenten die Themen gut.
Mein Lieblingskurs war der Kurs „Introduction to Forensic Science”. Der Kurs hatte 2 Vorlesungen pro Woche und 4 mal Labor. Die Labore waren in 4er Gruppen und leicht zu erledigen. Bei den Vorlesungen hat mir gefallen, dass bei jeder Vorlesung eine andere Person kam, die über ihr Interessengebiet und Arbeit berichtet hat. Da ich an meiner Heimatuniversität schon im 3. Jahr meines Bachelors bin, kannte ich mich auch schon mit den chemischen Themen aus.
Generell waren die Kurse an der Murdoch Universität gut zu bewältigen. Ich schätze das Niveau ein bisschen leichter als in Deutschland ein. Es ist nur erforderlich, von Beginn an mitzuarbeiten, da die Module aus mehreren Abgaben im Laufe des Semesters sowie meistens einer Klausur im nachfolgenden Prüfungszeitraum bestehen. Bei Schwierigkeiten konnte ich mich stets an die Lehrkräfte wenden und erhielt schnell eine Antwort.
Auf dem Campus war es sehr leicht, neue Leute kennenzulernen. Im DEN, einem Treffpunkt für Studierende, ist jeden Tag etwas los. Am Mittwoch ist zum Beispiel immer internationales Cafe und regelmäßig sind dort Hunde zu Besuch, die man streicheln und mit denen man kuscheln kann. Außerdem hat mich überrascht, wie viel das internationale Office veranstaltet. Wir waren zum Beispiel im Caversham Wildlife Park, haben eine Delphinbootstour in Mandurah gemacht und sie haben einen Quizabend mit Pizza veranstaltet.
Stadt und Umgebung: Wie hat dir deine Studienstadt gefallen? Erzähle von deinen Reisen am Wochenende oder in der Semester Break.
Perth ist die einsamste Millionenstadt der Welt. Sie hat mir sehr gut gefallen. Am Wochenende war ich oft mit Bus und Bahn unterwegs. Der Studententarif ist sehr günstig und sonntags muss man gar nichts für den Nahverkehr bezahlen.
In etwa 45 Minuten ist man in der Stadt. Dort gibt es viele schöne Museen und Möglichkeiten zum Einkaufen. Außerdem finden fast jede Woche kostenlose Festivals und Märkte statt. In 30 Minuten erreicht man Fremantle. Dort ist der nächste Strand und es ist ein guter Ort zum Essengehen. Perth hat sehr viele schöne Strände. Mit Fahrzeiten von bis zu 90 Minuten sind sie manchmal ein bisschen weiter weg, aber es lohnt sich hinzufahren, da sie alle wunderschön sind. Vor allem bei Sonnenuntergang lohnt sich der Besuch eines Strandes. Meinen schönsten Sonnenuntergang habe ich am Scarborough Beach gesehen.
Außerdem ist ein Tagesausflug nach Rottnest Island ein absolutes Muss. Ich würde empfehlen, eine der frühsten Fähren auf die Insel zu nehmen, ein Fahrrad auszuleihen und über die gesamte Insel zu fahren. Rottnest hat viele schöne Ecken. Man muss unbedingt ein Selfie mit einem Quokka machen. Am einfachsten ist es am Abend, da die Quokkas nachtaktiv sind.
Während des Semesters gibt es zwei Study Breaks, die sich sehr gut für Ausflüge in und um Perth anbieten. In einer der Study Break bin ich nach Bali geflogen. Das war sehr schön.
Fazit: Erzähle uns von den Erfahrungen, die du in deinem Auslandssemester gemacht hast und wie es dich in deiner persönlichen Entwicklung weiter gebracht hat.
Mein Auslandssemester hat mich in meiner persönlichen Entwicklung echt weitergebracht. Für mich war es das erste Mal, dass ich nicht bei meinen Eltern, sondern in einer WG gewohnt habe. Manchmal war es ein bisschen herausfordernd, aber daran bin ich gewachsen. Ich bin viel offener geworden und habe viele neue Leute und Kulturen kennengelernt. Außerdem haben sich meine Sprachkenntnisse sehr verbessert.














