11.05.2026
Erfahrungsbericht von Jana-Emely zum Auslandssemester an der Bond University
Jana-Emely war 2025 für ein Auslandssemester an der Bond University an der Gold Coast: "Insgesamt bin ich in diesem Auslandssemester an meinen Herausforderungen gewachsen, habe meine Komfortzone verlassen und viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Auch wenn ein Auslandssemester in Australien mit hohen Kosten verbunden ist, war es für mich jeden Cent wert und ich kann es jedem mit gutem Gewissen empfehlen."

Universität im Ausland: Bond University
Universität in Deutschland: DHBW Mannheim
Studiengang in Deutschland: BWL - International Business
Belegte Kurse im Auslandssemester:
- Macroeconomics
- Market Research
- Taxation Practice for Accountants
- Intercultural Communication
Vorbereitung: Erzähle uns von der Vorbereitung deines Auslandssemesters und warum du dich für deine Uni entschieden hast.
Mir war schon länger klar, dass ich mein Auslandssemester gerne in Australien machen würde. Deswegen habe ich mich zunächst über das International Office der DHBW informiert mit welchen Universitäten wir kooperieren. Dabei wurde ich auf GOstralia!-GOmerica! verwiesen und habe dort mit Hilfe meiner Semesterzeiten die möglichen Universitäten herausgefiltert. Dies hat bereits die Auswahl stark eingegrenzt, weshalb ich mich final nur noch zwischen drei Universitäten entscheiden musste. Für die Bond University habe ich mich zum einen aufgrund der guten Akkreditierungen entschieden, aber auch der Campus und die Angebote vor Ort haben mich überzeugt. Zudem war es mir wichtig, nicht in einer riesigen Stadt, wie Sydney, zu studieren, sondern eher etwas außerhalb, weshalb mir Gold Coast als der perfekte Standort erschien.
Uni und Campus: Wie hat dir die Uni gefallen? Wie waren die Kurse, die du belegt hast? Was hast du sonst auf dem Campus unternommen? Hast du Tipps, wie man am besten andere Studierende kennenlernt?
Ich hatte das Glück einen Shared Room auf dem Campus zu erhalten. Auch, wenn das Wohnen zu zweit in einem Raum erstmal sehr gewöhnungsbedürftig war, habe ich mich schnell mit meiner Mitbewohnerin angefreundet. Dadurch hatte ich zudem kurze Wege zu den Vorlesungen und zu den anderen Einrichtungen, wie z.B. dem Gym oder der Bibliothek, was auf jeden Fall sehr praktisch war. Generell ist der Campus sehr schön und bietet den Studierenden viel. Neben den normalen Vorlesungsgebäuden und Wohnheimen, gibt es mehrere große und kleine Bibliotheken und viele Sportstätte, wie z.B. Gym, Pools, Volleyball- und Tennisfelder und vieles mehr. Auch war der Campus sehr sauber und hatte 24/7 Security, die immer sehr hilfsbereit war.
Die Kurse hatten alle verschiedenen Schwierigkeitsgrade. Manche Kurse sind mir sehr leichtgefallen und haben auch Spaß gemacht, während andere sehr viel Arbeit waren. Aber auch diese konnte man gut bestehen, da die anderen Studenten und Professoren sehr unterstützend waren und das Bestmögliche für einen erzielen wollten. Vor allem die kleinen Vorlesungsgruppen und das Angebot von Tutorials haben den Lernprozess vereinfacht. Anders als an vielen deutschen Unis legt die Bond University mehr Wert auf verschiedene Prüfungsmethoden, anstatt Klausuren. In manchen Vorlesungen gab es mehrere kleine Tests, in anderen eher kreativen Aufgaben, wie einen TED Talk oder auch größere Berichte bzw. Studien. Natürlich gab es in manchen Kursen auch finale Klausuren, dafür gab es aber auch fest eingeplante Lernwochen. Im Gesamten habe ich den Lern- bzw. Arbeitsaufwand als in Ordnung empfunden, da man, dadurch dass man nur 4 Kurse hatte, auch viel Freizeit hatte. In meinem Fall hatte ich sogar jeden Montag frei und somit immer ein verlängertes Wochenende. Meine Freizeit habe ich viel fürs Reisen und Erkunden des Landes genutzt. Aber auch lokal gab es viel zu tun. Die Universität bietet verschiedene Sportarten an, bei denen man kompetitiv oder zum Spaß mitmachen kann. Außerdem gibt es auch Sportkurse, wie Yoga oder Pilates, die wöchentlich im Fitnessstudio angeboten werden. Die Sportangebote sind auch eine gute Art andere Studierende, die man nicht aus Vorlesungen kennt, kennenzulernen. Außerdem habe ich natürlich auch viel Zeit in der Bibliothek verbracht, aber auch an den nahegelegenen Stränden oder in den großen Einkaufszentren.
Bevor die Vorlesungszeit begonnen hat, gab es für alle neuen Studenten eine O-Week, bei der Infoveranstaltungen, Ausflüge, Spieleabende und Partys angeboten wurden. Wenn man dort nicht bereits andere Studierende kennengelernt hat, hat man auch schnell in den Vorlesungen Bekanntschaften geschlossen. Vor allem auch, weil es viele Gruppenarbeiten gab.
Stadt und Umgebung: Wie hat dir deine Studienstadt gefallen? Erzähle von deinen Reisen am Wochenende oder in der Semester Break.
Gold Coast war für mich die perfekte Unistadt. Von der Bond University war man in ca. 30min am Strand. Ich habe die meiste freie Zeit entweder beim Brunchen oder am Strand verbracht, der in unter 30min gut mit dem Bus zu erreichen war. Neben den Unipartys konnte man auch gut in Surfers Paradise ausgehen, was ebenfalls gut mit Bus oder Bahn zu erreichen war. Gold Coast ist vor allem bekannt für seinen aktiven Lifestyle und das sieht man auch. Sobald die Sonne aufgegangen ist, waren die Leute aktiv. Entweder beim Run Club, mit dem Hund oder am Surfen. Diese Atmosphäre und die Vibes habe ich als besonders positiv wahrgenommen.
Die restliche Zeit habe ich damit verbracht zu reisen. Mit dem Auto waren wir in Byron Bay und sind zum Leuchtturm gewandert. In Melbourne habe ich mir die State Library angeschaut und in Airlie Beach habe ich einen Scenic Flight über das Great Barrier Reef gemacht. Leider waren die meisten Reisen nur mit dem Flugzeug möglich. Aber der Flughafen in Gold Coast ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden und auch ein Uber dorthin ist bezahlbar. Generell waren die Flüge auch nicht zu teuer und es gab überall günstige Hostels. Nach meiner letzten Klausur war ich dann noch eine Woche auf der Südinsel von Neuseeland und habe dort einen Roadtrip gemacht.
Fazit: Erzähle uns von den Erfahrungen, die du in deinem Auslandssemester gemacht hast und wie es dich in deiner persönlichen Entwicklung weiter gebracht hat.
Dieses Auslandssemester war für mich das erste Mal, dass ich für so eine lange Zeit weit weg von meiner Familie war. Von der Selbstorganisation, über das geteilte Zimmer bis hin zum Meistern der Vorlesungen, bin ich an meinen Herausforderungen gewachsen und habe meine Komfortzone verlassen. Auch, wenn ein Auslandssemester in Australien mit hohen Kosten verbunden ist, kann ich sagen, dass es jeden Cent wert war und kann es jedem mit gutem Gewissen empfehlen.







