21.04.2026

Erfahrungsbericht von Isabell zum Auslandssemester an der QUT

Isabell war 2025 für ein Auslandssemester an der Queensland University of Technology "Mein Auslandssemester war eine der besten Entscheidungen meines Studiums. ich habe nicht nur ein neues Hochschulsystem kennengelernt, sondern bin auch persönlich unglaublich gewachsen."

Universität im Ausland: Queensland University of Technology

Universität in Deutschland: Universität Vechta

Studiengang in Deutschland: Grundschullehramt

Belegte Kurse im Auslandssemester:

  • Future Focussed Teaching
  • Early Childhood Development and Learning 
  • Inclusive Practices for Diverse Learners

 

Vorbereitung: Erzähle uns von der Vorbereitung deines Auslandssemesters und warum du dich für deine Uni entschieden hast

Da ein Auslandssemester in meinem Anglistik-Studium verpflichtend ist, habe ich mich früh gefragt, wohin es für mich gehen soll. Schnell war klar, dass ich ans andere Ende der Welt möchte – nach Australien! Die Vorstellung, dort zu studieren und gleichzeitig dieses vielfältige Land zu entdecken, hat mich sofort begeistert. Außerdem war Gedanke sehr schön, im warmen Australien zu sein, während es in Deutschland immer kälter wurde.Also begann ich mit der Recherche. Da meine Heimatuni keine Partneruniversität in Australien hat, entschloss ich mich dazu, als Freemoverin zu gehen. Dabei hat GOstralia!-GOmerica! die Planung unglaublich erleichtert, von der Bewerbung über das Visum (ich habe mich für das Working-Holiday-Visum entschieden) bis hin zu Unterkunftsmöglichkeiten. Gemeinsam haben wir verschiedene Universitäten verglichen und mit meinen Vorstellungen abgestimmt, bis meine Entscheidung auf die Queensland University of Technology (QUT) in Brisbane fiel. Die Mischung aus moderner, praxisbezogener Universität, Großstadtleben am Brisbane River, der Nähe zum Meer und mehr als 280 Sonnentage im Jahr hat mich sofort überzeugt. Als ich meine Bewerbungsunterlagen an meine Studienberaterin schickte, erhielt ich überraschend schnell eine Zusage. Danach folgten Visum, PROMOS-Stipendium, Flugbuchung und Wohnungssuche. Natürlich gab es einiges zu organisieren und auch die Überschneidung mit der deutschen Klausurphase musste ich einplanen, denn das Semester in Australien begann schon im Juli, aber die Vorfreude auf dieses Abenteuer hat alle Herausforderungen mehr als wettgemacht.Mit dem unterschriebenen Learning Agreement mit meiner Heimatuniversität stand schließlich fest: Australien kann kommen! 

Uni und Campus: Wie hat dir die Uni gefallen? Wie waren die Kurse, die du belegt hast? Was hast du sonst auf dem Campus unternommen? Hast du Tipps, wie man am besten andere Studierende kennenlernt?

Die QUT hat mich von Anfang an beeindruckt. Schon allein ihre Größe und die Lage mitten in der Stadt waren große Pluspunkte. Da ich mich für das private Studierendenwohnheim Student One in der Wharf Street entschieden habe, was ich jederzeit wieder machen würde, brauchte ich zum Hauptcampus Gardens Point nur 20 Minuten zu Fuß durch die Skyline der Stadt und den wunderschönen botanischen Garten. Alternativ konnte man sogar mit der Fähre direkt zum campuseigenen Anleger fahren. Da ich im Bereich Erziehungswissenschaften studiere, hatte ich meine Kurse am Kelvin Grove Campus, welcher etwas weiter außerhalb liegt. Dieser war dennoch gut mit dem Bus erreichbar, sodass ich insgesamt ebenfalls nur 20 min unterwegs war. Da ich in Deutschland an einer eher kleinen Uni studiere, habe ich mich auf den lebendigen Campussen schnell wohlgefühlt.Meine Kurse waren sehr interaktiv und praxisnah. Statt klassischer Klausuren oder langer Hausarbeiten, die ich eigentlich kenne, gab es pro Kurs zwei Assignments während der Veranstaltungszeit, was ich als deutlich angenehmer empfunden habe. Allerdings hängt die Prüfungsform auch hier von den gewählten Kursen ab, welche man vorher in den Modulbeschreibungen erlesen kann. Besonders spannend für mich war ein Modul zum inklusiven Unterricht, in dem reale Fallbeispiele im Mittelpunkt standen und alles darauf aufgebaut hat, besonders im Gegensatz zum sonst so theorielastigen Studium in Deutschland.Zwischen den Seminaren habe ich viel Zeit auf dem Campus verbracht, gelernt oder mich mit Freund:innen getroffen. Neue Leute kennenzulernen war einfacher als gedacht. Durch die Orientation Week, meine Unterkunft, Sportkurse wie etwa Volleyball und die vielen Veranstaltungen auf dem Campus kommt man schnell ins Gespräch, denn viele sind in derselben Situation wie man selbst. Mein Tipp: Seid offen und nutzt Angebote wie Sport, Events oder O-Week wenn es geht, denn so entstehen die meisten Kontakte. Aber keine Sorge, auch wenn man nicht zur O-Week kommen kann, lernt man schnell viele neue Leute kennen! 

 

Skyline mit QUT

Stadt und Umgebung: Wie hat dir deine Studienstadt gefallen? Erzähle von deinen Reisen am Wochenende oder in der Semester Break.

Brisbane ist für mich die perfekte Studienstadt, denn man hat das Großstadtfeeling, welches auf eine Art und Weise trotzdem entspannt ist. Besonders gefallen hat mir, wie viel Zeit man draußen verbringen kann: Sei es in Parks, am künstlich angelegten Stadtstrand in South Bank oder in den zahlreichen Cafés. Oft habe ich auch an öffentlichen Sportkursen teilgenommen, die teils sogar kostenlos waren und draußen in den Parken stattgefunden haben. Außerdem habe ich Pilates und Joggen im Run-Club ausprobiert. Ich liebte es einfach, wie aktiv die Menschen in Australien sind.Auch die Lage ist ideal: Mit dem Zug ist man schnell an der Gold- oder Sunshine Coast. Dank der günstigen 50-Cent-Tickets im Bundesstaat Queensland konnte man super spontan günstige Ausflüge machen. In der zweiwöchigen Semester Break bin ich nach Cairns gereist und habe das Great Barrier Reed gesehen, was definitiv zu eins meiner absoluten Highlights zählt! Da kann ich auf jeden Fall den Tipp geben, entweder die Hin- oder Rückreise in Form eines Roadtrips mit einem Camper zu fahren, da man zwischen Brisbane und Cairns unglaublich viele schöne Orte sehen kann. Gerade zur richtigen Jahreszeit lohnt sich das besonders, denn im australischen Hochsommer muss man in Carins mit tropischem Regen und der sogenannten Stinger-Season (giftige Quallen) rechnen. 

 

Fazit: Erzähle uns von den Erfahrungen, die du in deinem Auslandssemester gemacht hast und wie es dich in deiner persönlichen Entwicklung weiter gebracht hat. 

Mein Auslandssemester war eine der besten Entscheidungen meines Studiums. ich habe nicht nur ein neues Hochschulsystem kennengelernt, sondern bin auch persönlich unglaublich gewachsen. Alleine ans andere Ende der Welt zu ziehen, alles selbst zu organisieren und sich ein neues Umfeld aufzubauen, macht einen viel selbstständiger und selbstbewusster. Außerdem ist es super cool, auf der ganzen Welt Freunde zu haben und diese irgendwann mal besuchen zu können, da das internationale Netz dort an der Uni riesig ist.Natürlich gab es auch Momente, in denen ich Familie und Freunde vermisst habe, aber genau daran wächst man und man lernt, das zu schätzen, was man sonst oft als selbstverständlich ansieht. Ich würde es jederzeit wieder machen und kann jedem nur empfehlen, diese Chance zu nutzen und die eigene Komfortzone zu verlassen. 

 

Sonstiges: Hast du uns noch mehr zu berichten? Wir freuen uns über jede Story. 

Ein kleiner Tipp zum Schluss: Kümmert euch frühzeitig um eine Unterkunft, denn besonders Wohnheime sind schnell ausgebucht. Und sagt "Ja" zu spontanen Plänen! Viele meiner schönsten Erinnerungen sind ganz ungeplant entstanden: ein Barbecue bei Sonnenuntergang in Byron Bay, wo wir Delfine gesehen haben, ein Wochenendtrip nach K'gari (eine Insel nördlich von Brisbane), wo man mit dem Auto auf dem Strand fährt und Dingos begegnet oder ein Roadtrip an der Westküste Australiens (so viele unglaubliche Hidden-Gems dort!!).